Erst vor einem Jahr verlängerte der FC Chelsea den Vertrag mit Eigengewächs Callum Hudson-Odoi bis 2024. Das Interesse des FC Bayern wurde mit diesem Schachzug endgültig abgeblockt, profitiert hat Hudson-Odoi davon aber nicht. Der Flügelspieler ist in dieser Saison nur Edelreservist - und soll laut Sky Sports über einen Abschied nachdenken.


Vor anderthalb Jahren gehörte Callum Hudson-Odoi zu den begehrtesten Spielern des FC Chelsea. Das damals 18 Jahre junge Eigengewächs wurde über Monate hinweg vom FC Bayern umworben, soll sich zwischenzeitlich sogar für einen Wechsel nach München entschieden haben. Die Verantwortlichen an der Stamford Bridge waren ob der forschen Herangehensweise aber erbost, wollten auch deshalb unbedingt mit Hudson-Odoi verlängern und boten ihm schließlich einen Fünfjahresvertrag, der ihm rund 155.000 Euro pro Woche einbringen soll.


Die Vertragsverlängerung mit Callum Hudson-Odoi war bislang nur ein leeres Versprechen

Jedoch ist Hudson-Odoi nicht der Unterschiedsspieler, der er hätte sein oder werden sollen. In der Premier League durfte er nur sieben Mal von Anfang an spielen, auch in den übrigen Wettbewerben kam er zumeist als Joker zum Einsatz. Besserung ist aber nicht in Sicht, im Gegenteil: Die Konkurrenz, die aktuell aus Mason Mount, Willian und Christian Pulisic besteht, wird noch größer. Mit den Transfers von Hakim Ziyech und Timo Werner wurde in der Offensive nachgerüstet, zudem bahnt sich die Verpflichtung von Kai Havertz an. Sollte auch dieser seine Zelte in London aufschlagen, ist auch die Position hinter den Spitzen - auf der Hudson-Odoi ebenfalls spielen kann - hochkarätig besetzt.


Hudson-Odoi: Abschied vom FC Chelsea?


Laut Sky Sports ist Hudson-Odoi aufgrund der geringen Spielpraxis frustriert, noch würden aber weder er noch der Verein über einen Wechsel nachdenken. Das könnte sich im Zuge dieses Transfersommers allerdings ändern, so der TV-Sender.

Entscheidet er sich für einen Verbleib, wird er mit dem harten Konkurrenzkampf leben müssen. "Ich erwarte von meinen Spielern, dass sie so viel spielen wollen, wie sie können", sagte Trainer Frank Lampard. Der 42-Jährige will niemandem einen Platz in der Stammformation schenken: "Ich suche die Spieler danach aus, wie sie täglich trainieren und was sie der Mannschaft geben können." Und auch wenn Hudson-Odoi in seinen Augen "viel Talent und viel Potenzial" besitzt, so ist er derzeit eben nur die Nummer vier auf dem Flügel.