Unverhofft kommt oft: Statt bereits bei Athletic Bilbao zu weilen, köpfte Javi Martinez den FC Bayern am Donnerstagabend beim UEFA-Supercup gegen den FC Sevilla (2:1 n.V.) zum Sieg. Laut Sky verzögert sich der Transfer, weil die Basken noch einmal über den Preis verhandeln wollten. Derweil soll sich laut eines Berichts der BILD auch Bundesligist Hertha BSC mit dem 32-jährigen Abräumer beschäftigt haben.


Runder könnte ein Abschied nicht sein. In seiner ersten Saison beim FC Bayern feierte Javi Martinez das Triple, anschließend rettete er die Münchner im UEFA-Supercup gegen den FC Chelsea kurz vor Ende der Verlängerung ins Elfmeterschießen, in dem Manuel Neuer dank der Parade gegen Romelu Lukaku zum Helden avancierte. Sieben Jahre später gewannen die Bayern erneut das Triple, diesmal wartete Sevilla im Supercup - und wieder war Martinez zur Stelle. Der Edelreservist wurde von Hansi Flick in der Verlängerung eingewechselt und erzielte in der 104. Minute per Kopf das Siegtor.


Dabei war allem Anschein nicht einmal geplant, dass er mit nach Budapest reist. Wie BILD zu Beginn der Woche berichtet hatte, sollte Martinez eigentlich zu Ex-Klub Athletic Bilbao zurückkehren, fehlte deshalb auch beim Fotoshooting mit Sponsor Paulaner. Nach Informationen von Sky habe der spanische Erstligist aber noch einmal über die Ablösesumme verhandeln wollen, um möglichst wenig für den Defensivspezialisten zu zahlen. Daher verzögerte sich der Transfer - und zur Überraschung der eigenen Mannschaftskollegen begab sich Martinez ebenfalls auf den Weg nach Ungarn.


Verabschiedet sich Javi Martinez nach dem Quadruple vom FC Bayern?

Der Wechsel nach Bilbao solle trotz alledem zeitnah vollzogen werden. Bei den Basken stand Martinez bereits von 2006 bis 2012 unter Vertrag.


Allerdings soll auch Hertha BSC zwischenzeitlich Interesse gezeigt haben. So hätte Martinez laut BILD nach den Abgängen von Per Ciljan Skjelbred und Marko Grujic die Lücke im zentralen Mittelfeld schließen und seine Erfahrung einbringen sollen. Eine Verpflichtungsei geprüft worden, aufgrund des kolportierten Jahresgehalts von zehn Millionen Euro und der Ablösesumme, die zu diesem Zeitpunkt auf zehn Millionen Euro beziffert worden sei, habe die Hertha jedoch schnell Abstand genommen.