Die Vertragsgespräche mit der Entourage von David Alaba verlaufen weiterhin stockend. Dennoch ist ein Abschied des Innenverteidigers vom FC Bayern unwahrscheinlich, wie der kicker berichtet.


Den Kampf um Thiago hat der FC Bayern verloren, bei den Verhandlungen mit Alabas Vater George sowie Berater Pini Zahavi bleibt der Rekordmeister allerdings hartnäckig. Die Verantwortlichen streben eine Verlängerung mit dem Abwehrchef an, laut Zahavi will auch die Alaba-Seite in eine gemeinsame Zukunft mit den Bayern gehen.


Die größte Hürde, so suggerierte es insbesondere Uli Hoeneß bei seinem Auftritt im "Doppelpass" vor anderthalb Wochen, ist das Geld. In Medienberichten war von Gehaltsforderungen in Höhe von 20 Millionen Euro die Rede, doch die Bayern wollen ihr Gefüge nicht sprengen. "Beim FC Bayern gibt es eine sportliche und finanzielle Obergrenze: Robert Lewandowski und Manuel Neuer", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor einer Woche im Interview mit dem kicker. Dass Alaba mit ihnen gleichziehen oder sie überholen wird, darf demzufolge ausgeschlossen werden.

Laut Sport Bild bietet der Verein weiterhin ein Jahresgehalt von elf Millionen Euro samt zusätzlichen Prämien in Höhe von sechs Millionen Euro. Außerdem soll nun ein Vertrag über fünf Jahre geboten werden - ursprünglich habe man einen Vierjahresvertrag angeboten. Durch die längere Laufzeit wolle man der Alaba-Seite finanziell entgegenkommen.


Vorzeitiger Abgang unwahrscheinlich


"Ich hoffe, dass wir ihn noch überzeugen können, weil wir glauben, dass wir weiterhin viele gute Argumente haben", sagte Klubpräsident Herbert Hainer nun gegenüber dem kicker, die Corona-Pandemie stelle jedoch eine große Herausforderung dar: "Diese Zeiten sind wirklich schwierig, das müssen auch die Berater und Spieler verstehen; nur zusammen können wir, Vereine, Spieler und Berater, ein gutes Ergebnis hinkriegen - auch perspektivisch zum Wohle des gesamten Fußballs."


Bis zum Transferschluss am 05. Oktober soll eine Entscheidung her. Ein vorzeitiger Abgang wie bei Thiago ist laut dem kicker unwahrscheinlich. Grund dafür sei das hohe Preisschild über 60 Millionen Euro. Weiter heißt es, der Verein wolle den Abwehrspieler halten, wisse aber um die Alternativen in der Innenverteidigung und auf der linken Abwehrseite. Daher seien die Verantwortlichen nicht gewillt, das Angebot noch einmal zu verbessern.