Der FC Bayern hat den Transfer-Poker um Pierre Kalulu offenbar endgültig verloren. Wie die französische L'Équipe berichtet, soll sich das Rechtsverteidiger-Talent von Olympique Lyon für einen Wechsel zum AC Mailand entschieden haben.


Demnach werde Kalulu im Sommer zu den Rossoneri wechseln und dort seinen ersten Profivertrag unterzeichnen. Eine erneute Wende sei zwar nicht auszuschließen, da er in den vergangenen Wochen mit einer Entscheidung gezögert und sich mehrfach umentschieden habe, allerdings dürfte er seinen auslaufenden Vertrag bei Olympique Lyon nicht verlängern.

Der französische Erstligist wollte Kalulu dem Bericht zufolge ebenfalls einen Profivertrag anbieten, der 20-Jährige fürchte jedoch, dass die Konkurrenz auf der Rechtsverteidiger-Position zu hoch sei. Mit Léo Dubois, Rafael und Kenny Tete stehen OL-Trainer Rudi Garcia bereits drei Kandidaten zur Verfügung.


FC Bayern scheitert mit 3 Angeboten


Kalulu kann in der Viererkette jede Position bekleiden, fühlt sich jedoch auf der rechten Abwehrseite am wohlsten. Der FC Bayern soll insgesamt drei Angebote eingereicht haben, jedoch gehe der deutsche Rekordmeister leer aus. Ende April berichtete RMC Sport über eine erste Offerte der Bayern, Mitte Mai sollen die Verantwortlichen laut L'Équipe einen erneuten Vorstoß gewagt haben. Allerdings sei Kalulu lediglich versprochen worden, dass er bei den Profis mittrainieren dürfe. Spielpraxis sollte er dagegen bei den Amateuren in der dritten Liga sammeln.

Paolo Maldini, Technischer Direktor der AC Mailand, habe dem französischen U20-Nationalspieler dagegen sofortige Spielpraxis auf Profi-Ebene versprochen. Beim Tabellensiebten der Serie A wird sich Kalulu zunächst gegen Andrea Conti und Davide Calabria behaupten müssen. Vor der Zwangspause erhielt Conti den Vorzug vor Calabria, der am Freitagabend im Rückspiel der Coppa Italia gegen Juventus Turin (0:0) als Linksverteidiger aushelfen musste.