Richtig gehört: Dani Alves kickt immer noch. Der brasilianische Titelsammler (37) schnürt aktuell seine Schuhe in der brasilianischen Heimat - noch. Denn Alves will zurück nach Europa. Dort, im Süden Deutschlands, gäbe es einen Klub, der gut passen würde. Warum, wird erst auf den zweiten Blick deutlich.


Im August 2019 ging Dani Alves zurück in seine Heimat. Seither ist der 37 Jahre alte Brasilianer die Nummer zehn beim FC Sao Paulo. Der 118-fache Nationalspieler schien seine Karriere ausklingen lassen zu wollen.


Doch an Alves' Horizont brauen sich dunkle Wolken zusammen. Der Routinier hat bei den Fans des Klubs keinen leichten Stand. Eine von ihm geschmissene Party mitten in Corona-Zeiten und Gitarren-Einlagen trotz Unterarmbruch kamen bei den Sao-Paulo-Anhängern überhaupt nicht gut an.


Alves sorgte zuletzt außerhalb des Feldes für Schlagzeilen

Alves will Sao Paulo verlassen - Rückkehr nach Europa angedacht


Goal.com berichtet nun, dass der 37-Jährige den Klub wieder verlassen möchte und nach Europa zurück will. Offenbar hat Alves noch längst nicht genug. Trotz seines hohen Fußballer-Alters ist dem langjährigen Rechtsverteidiger des FC Barcelona zuzutrauen, zumindest kurzfristig noch auf hohem Niveau zu spielen.


Wohin also, Mister Alves? Nach Stationen beim FC Sevilla und Barça in La Liga, einem Jahr bei Juventus in der Serie A und zwei Jahren im PSG-Trikot in der Ligue 1 wäre doch die Bundesliga ein nettes Ziel! Die Premier League ist ohnehin viel zu schnell und körperlich, um sich diesen Schritt mit 37 Jahren noch anzutun...


Als kurzfristige Lösung mit langfristigem Plan: Warum Alves zum FC Bayern passt


Gut, dass in Deutschlands Oberhaus gerade ein Klub nach einem Rechtsverteidiger fahndet. Ja, richtig gehört, die Rede ist vom FC Bayern. Klar, der Rekordmeister will Sergino Dest von Ajax. Der 19-jährige US-Amerikaner bleibt auch das Top-Ziel für die Position hinten rechts. Doch ganz so einfach wird ein Transfer nicht, mit dem FC Barcelona gibt es einen großen Konkurrenten.


Als Plan B könnte Alves herhalten. Klingt irgendwie verrückt, könnte aber Sinn machen. Einfache Rechnung, lieber Brazzo: Alves für ein Jahr verpflichten und als offensivfreudigen Backup von Benjamin Pavard einsetzen. Der Brasilianer dürfte das, gerade in der Bundesliga, mit Sicherheit noch im Tank haben.


Dann braucht man vielleicht nicht mal mehr einen Dest. Wie Oliver Kahn zuletzt anmerkte, solle man nicht immer nach externen Neuzugängen schreien und lieber mal im eigenen Stall nachschauen. Dort gibt es einen gewissen Chris Richards, 20 Jahre, US-Amerikaner. Der ist zwar von Haus aus mehr Innenverteidiger, wird aber häufig auch als Rechtsverteidiger eingesetzt. Klingelt's da? Richtig, Benjamin Pavard kam vor einem Jahr mit einem ähnlichen Profil nach München und startete hinten rechts direkt durch.


Richards hat alles, was man als guter RV braucht: Zweikampfstärke, Robustheit, Dynamik

Also, nochmal zusammengefasst: Falls der Dest-Transfer platzt, Alves für ein Jahr holen, Richards dahinter weiter aufbauen und ab 2021/22 dann mit dem Duo Pavard/Richards in die Saison gehen. Es kann doch alles so einfach sein...