Auf nationaler Ebene wird Niklas Süle in dieser Saison voraussichtlich kein Pflichtspiel mehr für den FC Bayern absolvieren. Das berichtet der kicker. Demnach wird innerhalb des Klubs davon ausgegangen, dass der Innenverteidiger erst ab der geplanten Fortsetzung der Champions League im August wieder im Kader stehen könnte.


Als Niko Kovac noch für die mannschaftstaktische Formation des FC Bayern verantwortlich war, hatte der Ausfall von Süle geschmerzt. Gemeinsam mit Lucas Hernandez verletzte sich der damalige Abwehrchef am achten Spieltag in Augsburg (2:2), Diagnose: Kreuzbandriss.


Zur Europameisterschaft wollte Süle ursprünglich fit werden, das Turnier wurde jedoch aufgrund der Corona-Krise verschoben. Die nationalen Wettbewerbe haben aktuell Vorrang, zudem will die UEFA die Champions und Europa League zu Ende spielen - da bleibt wenig Zeit für das paneuropäische Turnier, das deshalb 2021 stattfinden wird.

Süles großes Ziel war außer Reichweite, nichtsdestotrotz verzeichnete er in der Reha positive Fortschritte. Peu á peu hat er sich wieder herangekämpft, sodass er noch in dieser Saison wieder in den Kader zurückkehren könnte. Nach Informationen des kicker soll es aber weder für die restlichen Bundesligaspiele noch für das mögliche Pokalfinale reichen. Vielmehr könnte Kovac-Nachfolger Hansi Flick erst wieder auf Süle zurückgreifen, wenn die Champions League im August fortgesetzt wird.


Auch ohne Süle funktioniert die Abwehr des FC Bayern. In der Innenverteidigung brillieren David Alaba (l.) und Jerome Boateng (r.).

Dass Süle dann auch zum Einsatz kommt, ist wegen der langen Ausfallzeit und der Bedeutung des Wettbewerbs unwahrscheinlich - und die aktuelle Stammformation gibt keinen Anlass zu Veränderungen. Vier Mal musste Manuel Neuer seit dem Re-Start hinter sich greifen, gegen Eintracht Frankfurt (5:2) resultierten beide Gegentreffer jedoch aus einem Eckball. Das zwischenzeitliche 0:1 gegen Bayer Leverkusen durch Lucas Alario war dagegen das erste Tor, das aus dem Spiel heraus entstand. Nichtsdestotrotz dürfte sich Flick darüber freuen, bald eine zusätzliche Option für die Viererkette zu haben.