Am Dienstag hat der FC Bayern München seine nächsten beiden Neuzugänge vorgestellt. Douglas Costa wurde dabei gleich mehrfach zu den Aussagen von Ex-Präsident Uli Hoeneß befragt und erklärte das Thema für beendet. Marc Roca möchte sich beim FCB entwickeln und in Alonsos Fußstapfen treten.


Obwohl er drei Jahre weg war, ist Douglas Costa beim FC Bayern offenbar schon wieder angekommen. "Es ist ein bisschen seltsam, eine Pressekonferenz hier zu machen, denn ich kenne schon alles", erklärte der Brasilianer. Sportdirektor Hasan Salihamidzic schlug ähnliche Töne an: "Douglas ist kein Neuzugang, Douglas ist ein alter Bekannter."


Nichtsdestotrotz saß Costa neben Marc Roca und Salihamidzic auf dem Podium und stellte sich den Fragen der Presse. Wie zu erwarten war, wurde er natürlich zu den Aussagen von Uli Hoeneß bei seinem Abgang 2017 befragt. Der 30-Jährige blieb aber ganz cool und wiegelte die Frage zwei Mal mehr oder weniger ab, beim dritten Mal sagte er dann: "Ich lebe nicht in der Vergangenheit. Ich glaube, dieses Thema ist erledigt."


Reifer geworden sei er in Italien, sagte Costa, zudem habe er noch härter an seinem Körper gearbeitet. "Jetzt will ich mich einfach gut einbringen in die Mannschaft und zeigen, was ich kann." Was er kann, weiß natürlich auch Salihamidzic bestens: "Er macht uns noch unberechenbarer auf den Außenpositionen, er ist eine Waffe im Eins gegen Eins. Er hat eine richtig gute Flanke. Er kann unserem Spiel Impulse geben. Er muss natürlich gesund bleiben, dafür muss er topfit sein, dafür wird unser Trainerteam sorgen."


Marco Roca will beim FC Bayern "wachsen"


Über den zweiten an diesem Tag vorgestellten Neuzugang, Marc Roca, erklärte Bayerns Sportdirektor: "Schon letztes Jahr hat mir Marc als sehr gut als Typ gefallen. Seine fußballerischen Fähigkeiten, seine Technik, sein Spielverständnis und sein vertikales Spiel werden uns bereichern. Er passt mit seiner Mentalität richtig gut in unsere Mannschaft. Wir werden ihm hier die Möglichkeit geben, sich weiter zu verbessern."


Genau das ist auch im Sinne des Spaniers, der deutlich weniger Fragen gestellt bekam als sein neuer Kollege: "Es ist eine große Chance, viel von den besten Spielern zu lernen", ließ Roca wissen. Er wolle in München "wachsen" und "die große Chance nutzen, die der FC Bayern mir gegeben hat."


Nach seinem Idol gefragt nannte Roca Ex-Bayern-Spieler Xabi Alonso: "Ich habe mich schon immer an ihm orientiert und mir seine Spielweise angeschaut." Am Donnerstag kann er seine Fähigkeiten im DFB-Pokal wohl erstmals im Wettkampf zeigen. Für den 23-Jährigen spielt der Gegner dabei keine Rolle: "Ich habe wirklich viel Lust zu spielen, die neuen Teamkameraden kennenzulernen. Es ist egal, dass es ein Fünftligist ist."