Keine Woche vergeht beim FC Bayern ohne Wasserstandsmeldung um die Transferziele des Sommers. Bei Leroy Sané wird bereits über seine Rückennummer in München spekuliert. Der angepeilte Königstransfer soll in große Fußstapfen treten. Beim Gehalt will Sané Abstriche machen. Bei Wunschspieler Nr. 2 - Sergino Dest - wurden die Verhandlungen offenbar wieder aufgenommen.


Der Poker um Leroy Sané ist vom Marathon zum Iron Man verkommen. Ob der 24-Jährige zur neuen Saison in München aufschlägt, ist wohl nur noch eine Frage der Ablösesumme. Nach Informationen der Sportbild haben der FCB und Man City noch nicht direkt miteinander verhandelt. Beide Seiten geben sich abwartend, die Bayern wollen mit einem Einstiegsangebot von 40 Millionen Euro in die Verhandlungen gehen.


Sané reduziert Gehaltsforderung um 30 Prozent


Sollten sich die Klubs einigen, dürfte Sané schnell seinen Vertrag beim deutschen Rekordmeister unterschreiben. Wie die Sportbild weiter berichtet, will der Außenstürmer dabei sogar seine Gehaltsforderung um 30 Prozent reduzieren. Eine deutliche Steigerung gegenüber seinem aktuellen Gehalt in Manchester wäre das dennoch. Football Leaks hatte veröffentlicht, dass Sané bei den Sky Blues ein Grundgehalt von neun Millionen Euro pro Saison kassiert.


In München streichen die Spitzenverdiener um Robert Lewandowsi und Thomas Müller mehr als 15 Millionen Euro im Jahr ein. Wahrscheinlich würde Sané ein Gehalt in ähnlichen Sphären angeboten. Vor der Corona-Krise war teilweise von einem Salär um die 20 Millionen Euro gesprochen worden.


FC Bayern ködert Sané mit der legendären 10


Sané und seinen Beratern sei bewusst, dass es in der aktuellen Zeit leichte Abstriche braucht. Der Nationalspieler selbst sei vielmehr an der klaren sportlichen Perspektive interessiert. Ein Detail, das zur Entscheidungsfindung beigetragen haben soll, ist die künftige Rückennummer beim FCB. Sané soll die Nummer 10 bekommen - die einst Größen wie Lothar Matthäus oder zuletzt Arjen Robben getragen haben. Aktuell läuft Philippe Coutinho mit der 10 auf dem Rücken auf.


FC Bayern wieder in Verhandlungen um Dest


Auf der Suche nach einem offensivstarken Rechtsverteidiger, der als zweites Haupt-Transferziel des FC Bayern für den Sommer gilt, scheint man sich auf Sergino Dest festgelegt zu haben. Der 19-jährige US-Amerikaner hat bei Ajax Amsterdam den Durchbruch geschafft und brilliert in den Niederlanden eben vor allem mit seinem Offensivdrang.


Offensivfreudig: Ajax-Rechtsverteidiger Sergino Dest


Ein paar Zahlen gefälligst? 20 Mal stand Dest in der abgebrochenen Eredivisie-Saison für Ajax auf dem Platz, 15 Mal davon in der Startelf. Seine Statistiken können sich dabei sehen lassen:


  • Ballkontakte pro 90 Minuten: 73
  • Torschussvorlagen: 17
  • Torvorlagen: 5
  • Flanken aus dem Spiel: 42
  • Dribblings (Quote): 42 (60%)
  • Zweikampfquote: 51%
  • Passquote: 88%


Quelle: Sky



Die gestarteten Verhandlungen sind während der Corona-Krise unterbrochen worden. Nach Informationen von Sky seien diese nun aber wieder in Gang. Der FC Bayern habe bereits ein Angebot vorgelegt, Ajax sei wieder gesprächsbereit. "Der Berater hat bestätigt, dass der FC Bayern interessiert ist. Allerdings müssen sich die Vereine noch einigen", so Sky-Reporter Marc Behrenbeck. Rund 20 Millionen Euro dürfte Dest den FCB kosten - ein passabler Preis für einen jungen, offensivstarken und sehr entwicklungsfähigen Spieler.


Neue FCB-Zange Davies-Dest?


Zusammen mit Alphonso Davies könnte so eine Außenverteidiger-Zange der Zukunft entstehen. Mit Benjamin Pavard, der auch für die Rolle als Innenverteidiger infrage kommt, verfügt Trainer Hansi Flick zudem über eine defensivstarke Alternative. Pavard hat sich in seinem ersten Jahr in München profiliert und glänzt mit konstant guten Leistungen. Auf der anderen Seite können die Bayern hinter Davies auf Alaba oder Hernandez zurückgreifen. Der französische Rekord-Zugang hat seine Stärken ebenfalls in der Defensive.


Große Konkurrenz muss der FC Bayern bei Dest derzeit (noch) nicht fürchten. Das kolportierte Interesse des FC Barcelona soll sehr lose sein. Auch der BVB ist derzeit nur ein Beobachter der Situation. Konkret ist es bislang nur vom FC Bayern hinterlegt. Und der sollte bei diesem Preis-Leistungs-Verhältnis schnell zuschlagen.