Der FC Bayern ist mit einem furiosen 8:0-Triumph gegen Schalke 04 in die neue Bundesliga-Saison gestartet. Nur einen Tag später müssen sich die Verantwortlichen des Vereins mit der DFL auseinandersetzen. Während der Partie hatten die Bayern-Funktionäre weder Masken getragen, noch einen Abstand von 1,5 Meter zueinander eingehalten - die DFL sieht hierin einen Verstoß gegen das Hygienekonzept.


Während die Zuschauerränge in der Allianz-Arena aufgrund der gestiegen Infektionszahlen in Bayerns Landeshauptstadt gegen den FC Schalke weiterhin leer blieben, machte es sich die oberste Führungsetage des FC Bayern in der VIP-Lounge gemütlich. Scheinbar fühlten sich Karl-Heinz Rummenigge, Uli Hoeneß, Oliver Kahn und Co. jedoch zu wohl auf ihren Sitzplätzen.


DFL sieht Klärungsbedarf


Denn wie die DFL bemängelt, habe man sich während des Spiels gegen ein unterlegenes Schalke 04 nicht an das DFL-Hygienekonzept gehalten, das der Verein selbst mit verabschiedet hatte. Während der Partie wurde das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beachtet, noch hielten die Verantwortlichen des deutschen Rekordmeisters den geforderten eineinhalbmetrigen Mindestabstand ein.


Das könnte nun Folgen haben, wie der kicker berichtet. Der Klub erklärte zwar, das Vorgehen sei durch die "Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung" gedeckt, der deutsche Ligaverband sieht dies jedoch anders. Denn in Paragraph eins der Verordnung heißt es auch: "Jeder wird angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren und den Personenkreis möglichst konstant zu halten. Wo immer möglich, ist ein Mindestabstand zwischen zwei Personen von 1,5 m einzuhalten."


In der Frankfurter Verbandszentrale ist dies Anlass genug, etwas genauer nachzuhaken. Man sei "im direkten Gespräch mit dem FC Bayern", sagte ein Sprecher auf kicker-Anfrage.