Nach harten Rassismus-Vorwürfen hatte sich der FC Bayern von einem Nachwuchstrainer getrennt. Der Verein sprach in einer Pressemitteilung von einer "einvernehmlichen Trennung", doch nun hat der Mitarbeiter beim Arbeitsgericht München Klage eingereicht.


"Mit der Klage wehrt sich unser Mandant gegen seine Entlassung. Die Beendigungstatbestände werden nunmehr einer gerichtlichen Kontrolle unterzogen", heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung der Rechtsanwälte des Jugendtrainers, die von der Süddeutschen Zeitung und dem Spiegel zitiert wird.



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Nachdem das WDR-Magazin "Sport Inside" Anfang August über die Rassismus-Vorwürfe gegen den mittlerweile entlassenen Trainer berichtet hatte, kündigte der FC Bayern interne Untersuchungen an. Im Zuge dessen teilten die Münchner am 17. August per Pressemitteilung mit, sich von besagtem Trainer "einvernehmlich" getrennt zu haben. "Dies ist das erste Ergebnis einer derzeit stattfindenden internen Untersuchung", hieß es auf der Website des Rekordmeisters.


Auch der Staatsschutz hatte nach den erhobenen Vorwürfen Ermittlungen eingeleitet. "Unser Mandant kooperiert mit den Ermittlungsbehörden", ließen die Anwälte des Mitarbeiters verlauten. Dieser soll seit 2003 als Nachwuchstrainer fungiert und 2016 zum Sportlichen Leiter der U9- bis U15-Mannschaften befördert worden sein, wie der Spiegel berichtet. Bei Diskussionen um die Verpflichtungen neuer Spieler habe er rassistische und homophobe Ausdrücke verwendet. Entsprechende Chatverläufe aus einer WhatsApp-Gruppe liegen "Sport Inside" demnach vor.