Der FC Bayern München hat zum elften Mal in Folge das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Nach dem 1:0-Erfolg im Viertelfinale gegen den FC Schalke 04 ist der deutsche Rekordmeister am Mittwochabend im eigenen Stadion gegen Eintracht Frankfurt gefordert. In der Bundesliga fertigte der Titelverteidiger die SGE vor gut zwei Wochen mit 5:2 ab. Trainer Hans-Dieter Flick weiß allerdings auch um die Pokalstärke der Hessen.


"Frankfurt hat enorm viel Erfahrung, gerade mit Pokalspielen", warnte der Bayern-Coach auf der Pressekonferenz am Dienstagnachmittag. "Ob in der Europa League oder in den letzten Jahren auch im Pokal, sie können auf den Punkt da sein, damit rechne ich." Die Eintracht habe enorme Qualität und spiele mit sehr viel Leidenschaft. "Sie setzen den Gegner unter Druck und jagen jedem Ball nach", betonte Flick. Seine Mannschaft müsse deshalb stets konzentriert sein und Fehler minimieren. "Wir wollen unbedingt gewinnen und ins Finale einziehen, aber das wird nicht einfach", so der 55-Jährige.


Gerade bei Standards sind sie sehr gefährlich. Hans-Dieter Flick

Auf das Halbfinale bereiten sich die Bayern wie auf jedes andere Spiel vor. "Wir analysieren Frankfurt schon zum dritten Mal in der Saison", erklärte Flick. "Sie können einem sehr wehtun, gerade bei Standards sind sie sehr gefährlich." Beim letzten Aufeinandertreffen erzielten die Hessen beide Treffer nach einem Eckball.


Für das Pokalspiel steht Flick der gleiche Kader wie am vergangenen Spieltag zur Verfügung. Neben Philippe Coutinho, Corentin Tolisso und Niklas Süle, die sich weiterhin im Aufbautraining befinden, fehlt auch Michaël Cuisance. "Michaël hat einen Magen-Darm-Infekt gehabt am Wochenende und wird auch gegen die Eintracht nicht zur Verfügung stehen", gab der Übungsleiter zu Protokoll.


Fehlt auch im Pokal krankheitsbedingt: Michaël Cuisance

Flick ließ offen, ob er seine Startelf nach dem 4:2-Auswärtserfolg in Leverkusen umbauen wird. "Es kann sein, dass ich das ein oder andere ändere, aber es ist noch nichts entschieden", sagte der gebürtige Heidelberger. "Ich hatte heute nicht das Gefühl, dass ein Spieler müde ist." Veränderungen sind daher nicht zu erwarten, zumal Thiago "noch ein bisschen Probleme" hat. Der Spanier wäre sicherlich ein heißer Kandidat für die Startelf, sollte Flick etwas rotieren. Die Besetzung des zentralen Mittelfeldes mit Leon Goretzka und Joshua Kimmich dürfte daher unverändert bleiben.


Nichts zu rütteln gibt es an der eingespielten Viererkette vor Kapitän Manuel Neuer. Auch an der offensiven Dreierreihe, mit Thomas Müller in der Zentrale sowie Kingsley Coman und Serge Gnabry auf den Außenbahnen, gab es zuletzt nichts auszusetzen. An Torjäger Robert Lewandowski, der am kommenden Spieltag zusammen mit Müller gelbgesperrt zuschauen muss, führt ohnehin kein Weg vorbei.


Die voraussichtliche Bayern-Aufstellung im Überblick:


Grund, etwas zu ändern, hat Hansi Flick nicht