Hansi Flick hat den FC Bayern fußballerisch auf ein höheres Level gehoben. Unter dem 55-Jährigen feierten die Münchner das 13. Double der Vereinsgeschichte, auch in der Champions League soll es noch ganz weit gehen. Flick denkt und arbeitet im Kollektiv, hat in den vergangenen Monaten aber dennoch immer wieder einzelne Spieler hervorgehoben. Die folgende Liste beinhaltet eine Übersicht mit Flicks Lieblingen.



1. David Alaba

David Alaba hat unter Flick noch einmal einen riesigen Sprung gemacht. Der frühere Linksverteidiger ist zum Abwehrchef in der Innenverteidigung geworden und hat mehr als einmal ein dickes Extra-Lob vom Trainer kassiert.

"Das ist schon auf einem sehr, sehr hohen Niveau. Bei Ballbesitz ist er sehr ballsicher, hat aber auch ein Auge für Spieler und Raum. Auch in der Defensive, wie er organisiert, die Linie hält. Er ist auf dieser Position ein Maßstab", schwärmte Flick nach dem 5:2-Sieg in der Bundesliga über Eintracht Frankfurt.

Alaba führe die Mannschaft, genieße zudem ein hohes Ansehen in der Kabine und falle durch seine positive Art auf. Genau deswegen soll der Vertrag auf jeden Fall verlängert werden, wenn es nach Flick geht.



2. Leon Goretzka

Auch Leon Goretzka ist ein Spieler, der von Flick besonders hervorgehoben wurde. Der deutsche Nationalspieler musste sich noch zu Jahresbeginn mit der Reservistenrolle zufriedengeben, war nach der Corona-Pause aber gesetzt, weil Thiago verletzt ausfiel.

Während der Spielbetrieb stilllag, arbeitete Goretzka hart. Mit deutlich breiterem Körper kehrte er in das Mannschaftstraining zurück, war auch deshalb eine echte Waffe im aggressiven Bayern-Spiel. Besonders seine Balleroberungen im Mittelfeld sowie die nachrückenden Tiefenläufe machen ihn gefährlich.

"Wenn man heute jemanden hervorheben will, dann ist es Leon Goretzka, der auf der Sechs hervorragend gespielt hat, der sehr präsent war, viele Ballgewinne hatte, der von Anfang an gezeigt hat, dass hier heute nichts zu holen ist", sagte Flick nach dem 5:0-Sieg über Fortuna Düsseldorf (via fcbinside).



3. Thomas Müller

Thomas Müller wurde seltener von Flick gelobt, doch beide kennen und schätzen sich seit der gemeinsamen Zeit bei der deutschen Nationalmannschaft. Das spiegelt sich auch in Müllers Leistungen wider.

War der 30-Jährige unter Niko Kovac nur Bankdrücker, so ist er unter Flick wieder klarer Stammspieler. In 27 von 31 Einsätzen stand Müller in der Startelf, erzielte dabei 10 Tore und lieferte 19 Vorlagen. Nach dem 5:2 über Frankfurt lobte Flick ihn für seine Spielintelligenz und die Besetzung freier Räume - genau das zeichnet Müller aus, wenn er unter einem Trainer spielt, der weiß, wie er ihn einzusetzen hat.


4. Thiago

Vor seiner Verletzung war Thiago der Dreh- und Angelpunkt im Offensivspiel des FC Bayern. Der Spanier fand unter Flick zu seiner Bestform, harmonierte perfekt an der Seite von Joshua Kimmich.

Immer wieder hebt Flick Thiago hervor, allerdings wird er den FC Bayern in diesem Sommer wohl verlassen, sollte er seinen Vertrag nicht doch noch verlängern.

"Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der einer Mannschaft das gewisse Etwas gibt. Das ist meine Meinung – und ich glaube, da gibt es auch keine zweite", schwärmte Flick Ende Juni (via Sport Bild). Auf dieses "gewisse Etwas" wird er künftig aber wohl verzichten müssen.


5. Alphonso Davies

Alphonso Davies hat sich in dieser Saison zum absoluten Leistungsträger entwickelt. Speziell unter Flick nahm sein sportlicher Aufstieg Fahrt auf: In 30 Pflichtspielen begann der pfeilschnelle Kanadier von Anfang an, spielte sich auf der linken Abwehrseite mit irrsinnigen Sprints und zahlreichen Offensivaktionen ins Rampenlicht.

"Er hat einen enormen Sprung gemacht. Er ist unsere Lebensversicherung durch seine Dynamik und Robustheit, er hat einen guten Pass. Wir wollen ihn weiterentwickeln", sagte Flick im Rahmen einer Medienrunde während des Winter-Trainingslagers in Katar (via tribuna).

Im Mai sagte er aber auch (via Sport1): "Da ist noch so viel mehr drin. Im taktischen Bereich, bei der Ballannahme. Aufgrund seines Antritts war er an vielen Toren beteiligt, kann Fehler meist wieder ausbügeln." Doch Flick ist überzeugt: "Wir kriegen das hin."