Die Verantwortlichen des FC Bayern München sind weiterhin mit Hochdruck auf der Suche nach Neuzugängen. Dass die aktuelle Breite des Kaders nicht für den straffen Terminkalender des deutschen Rekordmeisters ausreicht, ist hinlänglich bekannt und wurde auch bei der jüngsten 1:4-Niederlage in Hoffenheim deutlich. Handlungsbedarf besteht nicht nur auf der Rechtsverteidiger-Position, sondern auch in der Offensive, für die Real-Profi Isco zweifelsohne eine gute Verstärkung wäre.


Seit Sommer 2013 läuft Isco mittlerweile für die Königlichen auf. In der spanischen Hauptstadt hat der offensive Mittelfeldspieler allerdings seit längerem keinen einfachen Stand und zeigte sich immer wieder unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten. Auch bei den Fans nahm die Beliebtheit des Spaniers in den letzten Spielzeiten spürbar ab, weshalb sich seit geraumer Zeit immer wieder Wechselgerüchte um den Nationalspieler ranken.


Ödegaard-Rückkehr verschärft Konkurrenzkampf


Auch in der aktuellen Saison scheinen die Chancen auf mehr Einsatzzeiten nicht wirklich besser auszufallen. Mit Leihrückkehrer Martin Ödegaard hat Isco einen weiteren Konkurrenten im offensiven Mittelfeld hinzubekommen, der nicht nur in der letzten Saison bei Real Sociedad mit 16 Torbeteiligungen auf sich aufmerksam gemacht hat, sondern auch bei Trainer Zinedine Zidane höher in der Gunst zu stehen scheint.


Dem Vernehmen nach will Isco zwar grundsätzlich bei Real Madrid bleiben, auf ein weiteres Jahr als "Lückenfüller" dürfte der Spanier allerdings nicht scharf sein, zumal sich der Rechtsfuß auch für die EM im nächsten Jahr empfehlen will. Bei einem passenden Angebot dürfte wohl auch die Klubführung einen Transfer in Erwägung ziehen, da man mit Isco einen gut bezahlten Spieler von der Gehaltsliste streichen und auch Mittel für einen Neuzugang freimachen könnte.


Vertraglich noch bis 2022 gebunden: Isco

Obwohl Isco bei den Königlichen kein Stammspieler ist, sind seine Qualitäten unbestritten. Der 28-Jährige ist ein begnadeter Techniker, der auch den nötigen Zug zum Tor mitbringt. Isco punktet zudem durch seine Variabilität. Neben der Zehner-Position kann der Nationalspieler auch problemlos auf den offensiven Außenbahnen und als hängende Spitze auflaufen. Positionen, auf denen beim FC Bayern dringend Handlungsbedarf besteht, weshalb eine Verpflichtung des Real-Profis für alle Parteien Sinn ergeben würde.


Da auch der deutsche Rekordmeister in Corona-Zeiten den Gürtel enger schnallen muss, wäre ein Leihgeschäft wohl die beste Wahl. Eine Option, mit welcher die Bayern - trotz kleinerer Schwierigkeiten - bereits bei James Rodriguez und Philippe Coutinho insgesamt nicht die schlechtesten Erfahrungen gemacht haben. Investieren die Münchner eine Leihgebühr im einstelligen Millionenbereich, könnte man mit Isco einen erfahrenen und spielstarken Neuzugang an Land ziehen, der dem Rekordmeister zweifelsohne weiterhelfen könnte und nach schwierigen Jahren in Madrid sicherlich dankbar dafür wäre, bei einem anderen Top-Klub eine neue Chance zu erhalten.