Am Dienstagabend (18:55 Uhr) gastiert der FC Bayern in der Champions League bei Lokomotiv Moskau - ohne Alphonso Davies, dafür aber mit Serge Gnabry. Nach den Rotationen am Wochenende dürfte Hansi Flick erneut personelle Wechsel vornehmen.


Rotationen sind im Zuge der vielen englischen Wochen wichtig, Hansi Flick wird deshalb froh darüber sein, dass ihm ein gesundes Maß an Feldspielern zur Verfügung steht. Der Cheftrainer des FC Bayern lässt so gut wie keinen Spieler außen vor, jeder erhält früher oder später eine Chance. Deswegen veränderte er die Startformation im Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt (5:0) im Vergleich zum Champions-League-Auftakt gegen Atlético Madrid (4:0) auf vier Positionen: In der Viererkette begannen Bouna Sarr, Jerome Boateng und Alphonso Davies anstelle von Benjamin Pavard, Niklas Süle und Lucas Hernandez, auf der Außenbahn startete indes Douglas Costa, da Thomas Müller für den gesperrten Corentin Tolisso wieder auf die Zehn gerückt war.

In Gruppe A der Königsklasse haben es die Münchner in dieser Woche mit Lokomotiv Moskau zu tun. Die Mannschaft von Marko Nikolic ist mit einem 2:2 gegen RB Salzburg in die Gruppenphase gestartet und traf zum ersten und bislang letzten Mal in der Saison 1995/96 auf den FC Bayern: In der 1. Runde des UEFA Cup gewannen die Moskauer das Hinspiel mit 1:0, im Rückspiel mussten sie sich nach zwei Toren von Jürgen Klinsmann und drei Vorlagen von Emil Kostadinov mit 0:5 geschlagen geben.

Angesichts der jüngsten Resultate der Münchner droht auch beim kommenden Aufeinandertreffen eine Pleite, denn die Flick-Elf ist personell alles andere als auf dem Zahnfleisch unterwegs. Schmerzhaft ist lediglich der Ausfall von Alphonso Davies aufgrund des erlittenen Bänderrisses im Sprunggelenk. Serge Gnabry wurde am Sonntag derweil "mit sofortiger Wirkung" aus der Quarantäne entlassen, reist am Montag mit seinen Mannschaftskollegen nach Moskau und soll direkt ins Aufgebot beordert werden, wie der Verein mitteilte.


In welchem Maße rotiert Flick in Moskau?


Unabhängig davon, dass am kommenden Bundesliga-Wochenende mit dem 1. FC Köln ein absolutes Sorgenkind wartet, dürfte Flick auch in der Königsklasse weiter rotieren. Zu erwarten ist daher, dass vor Keeper Neuer wieder Pavard, Süle und Hernandez in die Viererkette rücken, einzig Alaba dürfte seinen Startplatz behalten.

Offen ist derweil, welches Personal auf der Doppelsechs beginnen wird. Joshua Kimmich und Leon Goretzka haben gegen Eintracht Frankfurt 90 Minuten durchgespielt, mindestens einer von ihnen könnte eine Pause erhalten. Marc Roca oder Tolisso könnten etwa anstelle von Goretzka beginnen, der dann wiederum im Laufe des Spiels für Kimmich reinkommen könnte.

In der offensiven Dreierreihe könnte der in der Bundesliga gesperrte Tolisso wieder auf die Zehn rücken, sollte er auf der Doppelsechs oder zunächst auf der Bank beginnen, hätte Müller diese Position inne. Abhängig davon beginnt Müller also entweder auf der Zehn oder auf der rechten Außenbahn, auf dem linken Flügel könnte dagegen Douglas Costa Kingsley Coman etwas entlasten, während Gnabry und Leroy Sané von der Bank kommen könnten. In der Sturmspitze ist Robert Lewandowski gesetzt.


Die voraussichtliche FCB-Startelf


So könnte Flick sein Team in Moskau ins Rennen schicken