Bis Mitte der Woche schienen sich der FC Bayern und Innenverteidiger Dayot Upamecano immer weiter anzunähern. Die Berichte über eine bevorstehende Vertragsverlängerung bei RB Leipzig haben diese Annäherungen vorerst gestoppt. Nicht wirklich problematisch, denn auch ohne den Franzosen ist man in München bestens besetzt. Dazu könnte David Alaba noch mehr in den Fokus geraten.


Sehr überraschend gab es zuletzt den Bericht seitens Sky, dass Dayot Upamecano bei RB Leipzig ein weiteres Jahr an seinen bislang 2021 auslaufenden Vertrag anhängen würde. Anstatt den Verein bereits in diesem Sommer zu verlassen, wäre der Zeitpunkt dann erst im nächsten Jahr gekommen. Ebenfalls passend mit einer neuen Ausstiegsklausel. Überraschend ist das deshalb, weil sich Upamecano und der FC Bayern zuvor stetig angenähert hatten und ein Wechsel somit - zumindest vorerst - vom Tisch wäre.


Sollte der Upamecano-Transfer ausfallen: FC Bayern ohne Notwendigkeit für Aktionismus


Sollte dieser Fall tatsächlich eintreten, wäre ein Transferziel für die bevorstehende Sommerpause bereits von der Liste, allerdings nicht im positiven Sinne. Dennoch müsste sich der FCB nicht unbedingt eine kurzfristige Alternative suchen, schließlich ist die Mannschaft in der Innenverteidigung bereits gut besetzt. Mit Spielern wie Lucas Hernández, Jerome Boateng und David Alaba hat man drei Spieler für die Zentrale, Niklas Süle wird ebenfalls wieder fit, einsatzbereit und vermutlich gesetzt sein. Sollte nebenbei (wie geplant) noch ein weiterer Rechtsverteidiger verpflichtet werden, wäre auch Benjamin Pavard eine zusätzliche Option.


Natürlich ist auch bei den genannten Spielern die Zukunft bei den Bayern nicht in Stein gemeißelt. Vor allem Alaba, dessen Vertragspoker über die letzten Wochen stets ein prominentes Thema an der Säbener Straße war, ist dabei eine Schlüsselfigur. Noch immer ist es unklar, ob sich der Österreicher im Sommer einem anderen Verein anschließen, oder ob er doch weiterhin in München spielen wird. Die angeblichen Wunschziele, der FC Barcelona und Real Madrid, müssten allerdings ein großes finanzielles Paket aufbieten können, um sich die Dienste des 27-Jährigen zu sichern. Zudem soll ein ihm vorliegendes neues Arbeitspapier bis 2025 zum Abwehrchef unter Trainer Hansi Flick machen.


Noch ist David Alabas Zukunft ungeklärt - Er könnte der wichtige Abwehrchef der nächsten Jahre werden

Ein offensichtlicher Knackpunkt in den Gesprächen soll natürlich das Gehalt sein. Durch den möglichen Ausfall des Upamecano-Transfers hätte der Klub zumindest theoretisch mehr Geld zur Verfügung, was die kommenden Wochen und Monate betrifft. Das wiederum könnte in den neuen Vertrag Alabas investiert werden, sei es als kleine Aufbesserung des Gehalts an sich, oder wenn es um die ein oder andere Prämie geht. Immerhin ist er seit Jahren einer der zuverlässigsten und wichtigsten Akteure im Bayern-Dress.


Bleibt Alaba, wäre es also nicht einmal ein Schreckensszenario, sollten Boateng und Javi Martinez den Verein verlassen. Durch die langfristigen Planungen mit Hernández, Pavard und Süle, dann noch mit Alaba, wäre man gut und sicher aufgestellt. Im Hintergrund wartet auch noch Youngster Lars Lukas Mai auf seinen Durchbruch. Panik muss also nicht ausbrechen und auch eine Kurzschlussreaktion gepaart mit Aktionismus ist nicht notwendig, sollte man eventuell ein Jahr auf Upamecano - oder einen anderen Innenverteidiger - warten müssen.