Eine ganz bittere Europa-League-Reise für den VfL Wolfsburg. In Kiew setzte es gegen Donetsk auch im Rückspiel eine Pleite. Am Ende verloren die Wölfe deutlich mit 0:3 und dürften damit nicht am Final-8-Turnier in NRW teilnehmen.



Tore:
1:0 - Junior Maraes (89.)
2:0 - Solomon (90. +1)
3:0 - Junior Maraes (90. +3)

Besondere Vorkommnisse:
Rot: Khocholava (68.)

Gelb-Rot: Brooks (71.)



Der VfL Wolfsburg brauchte im Olympiastadion von Kiew einen Sieg gegen Shakhtar Donetsk, um nach der 1:2-Heimpleite aus dem Hinspiel doch noch das Europa-League-Viertelfinale zu erreichen. Trainer Oliver Glasner schickte sein Team im 4-4-2 ins Rennen.


Auf der rechten Seite stopfte wie erwartet der gelernte Innenverteidiger Marcel Tisserand die Lücke, die durch die Ausfälle von Mbabu und William entstanden war. Im Angriff setzte Wölfe-Coach Oliver Glasner auf das Mittelstürme-Duo Weghorst/Ginczek. Brekalo und Victor sollten die beiden über die Außen füttern.


Die Wölfe brauchten mindestens zwei Tore fürs Weiterkommen. Ins offene Messer wollte Glasner mit seinem Team aber nicht laufen. Offensive ja, aber nicht "Hurra, die Gams", so der Wölfe-Trainer im Vorfeld der Partie.



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Der VfL war in Kiew um Spielkontrolle bemüht, schaffte es aber nur selten die Hausherren in Verlegenheit zu bringen. Donetsk dagegen wurde immer wieder gefährlich, wenn es mal schnell ging. Die Ukrainier hatten dann auch in der 19. Minute die erste gute Chance: Junior Moraes bekam den Ball zwar am VfL-Keeper Casteels vorbei, die abgefälschte Kugel klärte Pongracic schließlich vor der Linie.


Sieben Minuten später war's noch knapper. Taison legte quer auf Marlos, der aus knapp zehn Metern zum Abschluss kam, zum Glück für die Wölfe aber nur den rechten Pfosten traf.


Nach gut einer halben Stunde lag die Donetsk-Führung in der Luft: Matviienko aus spitzen Winkel (Parade von Casteels) und Junior Moraes verpassten aber das 1:0 erneut. Bis zum Pausenpfiff blieb es damit torlos - glücklich für die Wölfe, die weiter zwei eigene Treffer brauchten.


Zwei Platzverweise und eine bittere Schlussphase


Doch das Bild nach dem Seitenwechsel änderte sich kaum. Die großen Chancen hatte Donetsk. So wie Taison in der 53. Minute, der erneut am starken Casteels scheiterte.


In der 61. Minute dann die beste Einschusschance für Wolfsburg. Der Freistoß von halbrechter Seite an der Strafraumkante wurde von Arnold aber zu zentral geschossen. Donetsk-Keeper Pyatov hatte keine Mühe mit dem Schuss.


Nur vier Minuten später bekam der VfL die Chance auf dem Silbertablett serviert, nach einem Foul an Joao Victor entschied Schiedsrichter Ivan Kruzliak auf Elfmeter. Doch die Entscheidung wurde nach dem VAR-Eingriff zurückgenommen, das Foulspiel fand kurz vor dem Strafraum statt. Dafür änderte sich das Strafmaß: Übeltäter Khocholava bekam wegen einer Notbremse die Rote Karte.


Dieses Mal durfte sich Brekalo probieren. Auch er brachte den Ball aufs Tor, aber auch sein Schuss war zu zentral. Pyatov war erneut zur Stelle.


Wenigstens war der VfL jetzt in Überzahl. Die hielt aber nur wenige Zeigerumdrehungen. Brooks sorgte kurz darauf wieder für Gleichzahl. Nach einem dummen Foulspiel sah der US-Amerikaner die Ampelkarte.


Brooks musste zurecht mit Gelb-Rot vom Platz

Die Partie plätscherte im Anschluss weiter dahin. Wolfsburg schaffte es einfach nicht, torgefährlich zu werden. Im Gegenteil, kurz vor Schluss erzielte Donetsk die insgesamt verdiente Führung. Junior Moraes war in der 89. Minute zur Stelle.


Zwei Minuten später die Entscheidung: Solomon war in der ersten Minuten der Nachspielzeit zur Stelle. Doch es kam noch dicker. Wieder Morales stellte 120 Sekunden später den deutlichen 3:0-Endstand her.


Das war's für die Wölfe in der Europa League!