So unbeschwert der Einzug ins Viertelfinale der Champions League für Bayern München schien, so ruppig wurde es an der Seitenlinie. Reservist Mickaël Cuisance erlaubte sich den nächsten Aussetzer und wütete auf der Bayern-Bank.


In seiner noch jungen Karriere hat Mickaël Cuisance schon einige Rüffel abbekommen. Borussia Mönchengladbach ist nach dem Wechsel zum Rekordmeister nicht mehr gut auf den Franzosen zu sprechen. Doch auch bei den Bayern manövriert er sich immer wieder aufs Abstellgleis.


So auch beim Achtelfinale der Champions League. Im Rückspiel bleib der 20-Jährige über die komplette Distanz auf der Bank; trotz komfortabler Führung. Als er beim warm halten erfuhr, dass er nicht eingesetzt werden würde, brannten Cuisance kurz die Sicherungen durch.


Rollenverteilung ärgert Cuisance


Unter einigem Fauchen kehrte der Mittelfeldspieler auf die Tribüne zurück und entledigte sich sofort der Schuhe und seines Trikots. Auch einige Utensilien soll er über die Sitzreihen geworfen haben. Die Reaktion ist angesichts seiner Rolle unverständlich.


Cuisance muss sich seine Rolle im Team erarbeiten

Immerhin gilt er im starken Kader als Ergänzung. Dass statt ihm der womöglich scheidende Javi Martínez eingewechselt wurde ist mehr als verständlich. Doch der Frust darüber, dass Cuisance sich nicht wie erhofft etablieren konnte, sitzt tief.


Allzu viele solcher Kurzschlüsse darf er sich nicht erlauben. Ohnehin gilt er nicht gerade als die Ruhe selbst, sondern schlug immer mal wieder über die Strenge. Neben den sportlichen Leistungen gehört aber eben auch die Vernunft und Geduld zu den Tugenden eines Fußballers. Diese sollte er sich dringend aneignen.