Es ist ein Novum im deutschen Fußball: Wir haben Ende Oktober und noch immer ist die erste Runde im DFB-Pokal nicht abgeschlossen. Der FC Schalke wusste bis heute nämlich nicht, wer denn schlussendlich sein Gegner sein wird.


Türkgücü München? Oder doch der FC Schweinfurt? Bis zuletzt war unklar, welcher der beiden Vereine denn in der ersten DFB-Pokalrunde gegen den S04 antreten darf. Aufgrund der Coronakrise hatte der Bayrische Fußballverband die Saison in der Regionalliga nur unter-, aber nicht abgebrochen. Das zu diesem Zeitpunkt an der Tabellenspitze liegende Türkgücü München wurde vom BFV daher als Aufsteiger in die 3. Liga gemeldet, die Regionalliga-Saison wurde somit ohne die Münchener fortgesetzt. Da in Bayern aber der beste Amateurklub das Ticket für die erste DFB-Pokalrunde bekommt, bestimmte der BFV den FC Schweinfurt, der vor dem Abbruch auf Platz zwei gelegen hatte, zum Pokalteilnehmer - Türkgücü war als Aufsteiger in die 3. Liga schließlich aus der Wertung gerutscht.


Doch kurz vor der geplanten Austragung des DFB-Pokalspiels zwischen Schweinfurt und Schalke hatte Türkgücü, das mit dieser Regelung des BFV nicht einverstanden war, eine einstweilige Verfügung erwirkt und den Anpfiff unterbunden.


Bis heute stand nicht fest, ob nun Türkgücü oder Schweinfurt im Pokal antreten darf - doch nun ist (endlich!) eine Entscheidung gefallen. Das unabhängige Schiedsgericht bestätigte nun die Entscheidung des BFV: Die Knappen werden im Pokal auf dem FC Schweinfurt treffen. Inzwischen vermeldete auch S04 dien Beschluss.


Das Spiel zwischen Schalke und Schweinfurt wird am 3. oder 4. November nachgeholt. Anstoß ist um 16.30 Uhr.