Die finanzielle Lage bei einigen Bundesligisten ist weiterhin angespannt, auch Eintracht Frankfurt gehört dazu. Die SGE will deshalb vorbereitet sein, wenn wieder Fans ins Stadion dürfen. Zudem verzichten Spieler und Mitarbeiter weiterhin auf Gehalt.


Zwischen 11.500 und 20.000 Fans möchte Eintracht Frankfurt ins Stadion lassen, sobald dies im Rahmen der Corona-Schutzverordnung wieder möglich ist. Bis zum 31. Oktober wird daraus wohl nichts werden, denn Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben beschlossen, dass bis dahin keine Zuschauer zugelassen werden.


Die Eintracht möchte aber bereit sein, sobald die Stadien wieder geöffnet werden können. Dies berichtet die F.A.Z. Demnach haben Vertreter der SGE, auch Mitglieder des Vorstands, auf einer Versammlung von Fanklubs konkrete Angaben über ein Konzept zur Rückkehr der Fans ins Waldstadion gemacht und dabei die oben beschriebenen Zahlen genannt. Für die Eintracht gehe es laut F.A.Z. um nicht weniger als die Existenz - die finanzielle Lage des Bundesligisten ist offenbar sehr angespannt.


Dafür steht auch die Zurückhaltung auf dem Transfermarkt: Zu- und Abgänge halten sich die Waage, ebenso wie entsprechende Einnahmen und Ausgaben. Darüber hinaus haben die Frankfurter mit Spielern und Mitarbeitern einen weiteren Gehaltsverzicht bis Ende September vereinbart, wie der kicker berichtet. Die Spieler und Führungskräfte verzichten wie bereits von April bis Juni auf 20 Prozent ihres Gehalts, mit den anderen Mitarbeitern seien derartige Verzichte individuell geregelt worden.


Bobic glaubt an weitere Gehaltsverzichte


Anfang Oktober, wenn die Transferperiode endet, will man sich erneut zusammensetzen. "Ich bin sicher, dass es bei sehr vielen Klubs Gehaltsverzichte geben wird. Wenn sie das jetzt nicht machen, werden sie in spätestens drei Monaten klüger sein", sagte Sport-Vorstand Fredi Bobic. Dann schlug er den Bogen zurück zur Unsicherheit in Sachen Stadionauslastung: Die Eintracht habe mit etwa der Hälfte der Zuschauer pro Heimspiel kalkuliert. "Wir wissen genau: Wenn das nicht eintritt, werden die Einschnitte für Spieler und Mitarbeiter noch größer", stellte Bobic klar.


Neben den Einbußen durch die fehlenden Zuschauereinnahmen muss sich die Eintracht zudem mit West Ham United rumschlagen: Die Londoner zahlen wohl weiterhin ihre Raten für Sébastien Haller nicht, laut kicker sind noch wahnsinnige 24 Millionen Euro offen. Geld, dass die Frankfurter derzeit unbedingt benötigen.