Eintracht Frankfurt kann bereits fünf Abgänge verzeichnen. Neben Marco Russ und Gelson Fernandes (beide Karriereende) verließen auch Jonathan de Guzman sowie die beiden Youngster Sahverdi Cetin und Patrick Finger (Verträge nicht verlängert) den Verein. Dennoch umfasst der Kader der Hessen derzeit mehr als 30 Profis, weshalb Sportdirektor Bruno Hübner noch den einen oder anderen Spieler abgeben will. "Wir haben einen breiten Kader, der auf den internationalen Wettbewerb ausgelegt ist und den wir verkleinern möchten", sagte der 59-Jährige gegenüber der Hessenschau. Die folgenden Spieler könnten noch abgegeben werden.


6. Rodrigo Zalazar

Kam aus Malaga: Rodrigo Zalazar (l.)

Im vergangenen Sommer sicherte sich die Eintracht die Dienste von Zalazar. Der 20-Jährige wechselte ablösefrei aus der zweiten Mannschaft des FC Malaga in die Bankenmetropole und wurde anschließend für eine Saison an Korona Kielce ausgeliehen. Beim polnischen Erstligisten spielte der Youngster lange Zeit kaum eine Rolle und kam zunächst einige Male bei den Amateuren zum Zug.

Vor der coronabedingten Zwangspause schien sich das Blatt für den zentralen Mittelfeldspieler (zwei Startelfeinsätze) zu wenden. Im stark besetzten Mittelfeld der Frankfurter gibt es für Zalazar (Vertrag bis 2023) derzeit allerdings keinen Platz, weshalb eine erneute Leihe durchaus denkbar erscheint. Andernfalls dürfte der Rechtsfuß wohl verkauft werden.


5. Marijan Cavar

Hat in Frankfurt wohl keine Zukunft: Marijan Cavar

400.000 Euro ließ sich die SGE im Januar 2018 die Verpflichtung des bosnischen Talents kosten. Nach der Rückrunde folgte zunächst eine einjährige Leihe zum kroatischen Erstligisten NK Osijek, wo der zentrale Mittelfeldspieler nur in den ersten Monaten zum Einsatz kam.

In der abgelaufenen Bundesliga-Saison stand Cavar (Vertrag bis 2021) lediglich einmal im Profikader und bestritt auch für keine andere Mannschaft ein Pflichtspiel. Die Verantwortlichen hatten sich vom 22-jährigen Mittelfeldspieler sicherlich mehr erhofft, weshalb sich die Wege in diesem Sommer wohl endgültig trennen dürften.


4. Dejan Joveljic

Seit Sommer 2019 bei der SGE: Dejan Joveljic (m.)

Mit Bas Dost, André Silva, Goncalo Paciencia und Neuzugang Ragnar Ache sind die Hessen im Angriff hervorragend aufgestellt. Für Joveljic (Vertrag bis 2024) dürfte es daher äußerst schwierig werden, zu Einsätzen zu kommen, weshalb ein erneutes Leihgeschäft im Raum steht.

Der serbische Angreifer war bereits für die Rückrunde an den RSC Anderlecht ausgeliehen, wo er bis zum Abbruch der Saison fünf Ligaspiele (ein Treffer) bestritten hat. Der 20-Jährige bringt zweifelsohne viel Talent mit, für seine Entwicklung ist jedoch Spielpraxis unabdingbar.


3. Jetro Willems

Könnte im September wieder einsatzfähig sein: Jetro Willems (r.)

Der Linksverteidiger wagte im vergangenen Sommer den Sprung in die Premier League und wechselte auf Leihbasis zu Newcastle United. Bei den Magpies spielte der Niederländer eine starke Hinrunde, ehe er im Januar einen Kreuzbandriss erlitten hat.

Ohne die schwere Verletzung hätten die Engländer wohl die Kaufoption für den 26-Jährigen, der mit einem Verbleib auf der Insel geliebäugelt hatte, gezogen. Ob Willems (Vertrag bis 2021) nach seiner langen Verletzungspause noch eine Chance in Frankfurt bekommt, darf bezweifelt werden. Aufgrund der Verletzung dürfte es für die SGE in diesem Sommer allerdings schwierig werden, einen Abnehmer zu finden.


2. Simon Falette

Bestritt in der Hinrunde nur ein Ligaspiel: Simon Falette

Der Abgang von Falette (Vertrag bis 2021) hatte sich bereits im vergangenen Herbst abgezeichnet. Im Januar ging es für den Innenverteidiger per Leihe zu Fenerbahce Istanbul. Bis Ende Juli steht der Defensivspieler noch beim türkischen Erstligisten unter Vertrag.

Fenerbahce sicherte sich zudem eine Kaufoption für den 28-Jährigen, von der die Türken durchaus Gebrauch machen könnten. Die SGE-Leihgabe ist seit dem Restart der Saison im Abwehrzentrum gesetzt und hat sich mit soliden Vorstellungen für eine feste Verpflichtung empfohlen.


1. Frederik Rönnow

Seit der Rückkehr von Kevin Trapp nur noch die Nummer zwei: Frederik Rönnow

Auch auf der Torhüter-Position könnten sich die Hessen "verkleinern". Aktuell stehen Hütter vier Schlussmänner (Kevin Trapp, Frederik Rönnow, Felix Wiedwald & Jan Zimmermann) zur Verfügung. Sollte sich Rönnow nicht mehr mit dem Posten der Nummer zwei zufriedengeben, wird er seine Zelte in Frankfurt abbrechen.

In der abgelaufenen Saison vertrat der Däne einige Wochen lang den verletzten Trapp und wusste dabei mit guten Leistungen zu überzeugen, weshalb sich wohl ohne Probleme ein Abnehmer für den 27-Jährigen (Vertrag bis 2022) finden dürfte.