Bundesligist Eintracht Frankfurt treibt seine Pläne, schon bald wieder Zuschauer im eigenen Stadion zuzulassen, weiter voran. Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Hessen, erklärt gegenüber dem Kicker, wie man das Ziel von rund 20.000 Zuschauern im Stadion erreichen möchte.


Zunächst stellt Hellman klar: Noch gibt es, was die zugelassenen Zuschauerzahlen betrifft, keine fixe Überlegung. "Wir gehen in unserer Planung von einer Größe von 20.000 Zuschauern aus, wobei es je nach Auflagen auch 15.000 oder 24.000 werden können", erklärte das Frankfurter Vorstandsmitglied gegenüber dem kicker.


Orientierung am DFL-Konzept


Dass es überhaupt wieder Überlegungen bezüglich einer bestimmten Menge an Anhängern in den Stadien geben kann, liegt am vor rund einer Woche vom DFL an die Vereine geschickten Konzept, das auch dem Bundesgesundheitsministerium vorliegt. An diesem wolle und müsse man sich auch in Frankfurt orientieren, so Hellmann. Die endgültige Entscheidung über eine Teilzulassung der Zuschauer müssen jedoch die lokalen Behörden treffen.


Damit es bei einer Erlaubnis für weniger als die Hälfte der Anhänger keine Streitereien gibt, wolle man sich laut Hellmann definitiv auch mit den Fanorganisationen austauschen: "Das konkrete Vergabeverfahren werden wir mit der organisierten Fanszene besprechen, also mit den Vertretern der Fanklubs, der Fanabteilung, der Nordwestkurve und den Ultras."


Zuschauer-Transport als große Heruasforderung


Die größte Herausforderung für alle Beteiligten wird der Transport der Zuschauer zum Stadion hin und aus dem selbigen wieder heraus, ohne zu viel Kontakt zwischen den Anhängern zu verursachen. Das sieht auch Hellmann so: "Insgesamt ist die große Herausforderung nicht die Sitzanordnung im Stadion, sondern das Thema Anfahrt, Zugang und Abreise. Da hoffen wir, in etwa zwei Wochen detailliert mit Stadt und Vertretern des ÖPNV unsere Planungen abschließen zu können."


Ein weiterer Aspekt der Überlegungen betrifft alkoholische Getränke im Stadion, es wird über ein Verbot nachgedacht. Hellmann sieht dies jedoch eher pragmatisch: "Es ist vielleicht gut gedacht, verlagert aber das Problem möglicherweise vor die Stadiontore. Wir wollen nach Schlusspfiff auch Schlangen an den Ausgängen vermeiden. Also ist es sicher kein Nachteil, wenn die Leute nach dem Spiel im Stadion noch die Möglichkeit haben, ein Bier zu trinken und die 90 Minuten Revue passieren zu lassen."