Nach dem 1:1-Unentschieden gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld steht für Eintracht Frankfurt das erste Auswärtsspiel der Saison auf dem Programm. Am Freitagabend sind die Hessen bei Hertha BSC gefordert. Cheftrainer Adi Hütter rechnet mit einer schwierigen Partie und lobte im Vorfeld vor allem die Offensivabteilung der Berliner. Der Österreicher erklärte zudem, was ihm zum Auftakt nicht wirklich gefallen hat.


"Was mich gegen Bielefeld geärgert hat, war die Tatsache, dass wir unsere Chancen nicht genutzt haben, um in Führung zu gehen", kritisierte der SGE-Coach auf dem Pressetalk am Donnerstagnachmittag. Nach dem Gegentreffer sei es für seine Mannschaft dann deutlich schwerer geworden. Hütter sieht allerdings nicht nur bei der Chancenverwertung Luft nach oben. Gegen die stark besetzte und schnelle Offensive des Hauptstadtklubs müsse seine Mannschaft auch "besser verteidigen als zuletzt", betonte der Ex-Profi.


Hertha BSC habe bislang ein Wechselbad der Gefühle erlebt. "Nach dem Aus im Pokal gegen Braunschweig gab es einen klaren Sieg in Bremen", sagte Hütter, der sich der Schwere der Aufgabe bewusst ist. "Sie haben ein gutes Team." Mit Jetro Willems (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Evan N'Dicka (Syndesmoseverletzung) hat der 50-Jährige aktuell zwei Ausfälle zu beklagen. "Wir hoffen, dass Evan in etwa einem Monat wieder zurück ist, aber das lässt sich aktuell leider nicht genauer sagen", gab der Cheftrainer zu Protokoll.


Obwohl Hütter mit dem Punkt am 1. Spieltag "gar nicht zufrieden" war, dürfte er seine Startelf größtenteils unverändert lassen und auch in Berlin auf ein 3-4-1-2-System setzen. "Es kann natürlich sein, dass wir die ein oder andere Veränderung vornehmen", so der Österreicher. "Ich habe beim vergangenen Spiel und in dieser Trainingswoche viele Eindrücke von meinen Spielern gesammelt."


Rutscht Barkok in die Startelf?


In der Defensive dürfte der Übungsleiter allerdings auf das gleiche Personal wie am letzten Spieltag setzen. Vor Schlussmann Kevin Trapp werden voraussichtlich erneut David Abraham, Makoto Hasebe und Martin Hinteregger die Dreierkette bilden. Im zentralen Mittelfeld könnte der etwas offensiver ausgerichtete Aymen Barkok den Vorzug vor Dominik Kohr erhalten und neben Sebastian Rode auflaufen. "Aymen trainiert gut und hat auch in den letzten Spielen gute Aktionen gehabt", lobte Hütter den Leihrückkehrer.


Eine Veränderung könnte es zudem auf der rechten Außenbahn geben, wo Danny da Costa zuletzt nicht wirklich zu überzeugen wusste. Denkbar ist, dass Timothy Chandler oder Steven Zuber für den 27-Jährigen in die Startelf rutschen. Nichts zu rütteln gibt es dagegen an der Besetzung der linken Außenbahn mit Filip Kostic. Während Daichi Kamada erneut auf der Zehner-Position erwartet wird, dürften an vorderster Front wieder Bas Dost und André Silva beginnen.


Die voraussichtliche Eintracht-Aufstellung gegen Hertha BSC:


So könnte die Eintracht starten