Inmitten der Sommer-Transferphase gibt es immer wieder auch Gerüchte, die sehr wenig Sinn ergeben - oftmals schon für den betroffenen Spieler. So auch in diesem Fall: Aus der Türkei heißt es, dass Galatasaray Istanbul Schalke-Youngster Ahmed Kutucu verpflichten möchte.


Die Sommerpause im Fußball birgt Zeit für verschiedene Facetten des Sports: Analysen und neue Personalien, die nicht zu unterschätzende Saisonvorbereitung und natürlich die Transfers mitsamt den damit einhergehenden Gerüchten - diese sind teilweise sehr kurios und wenig glaubwürdig. So einen Fall gibt es nun auch bei Schalke 04.


Galatasaray an Kutucu interessiert? Sommerloch mit Namedropping


Das türkische Boulevard-Blatt Sok berichtet nämlich, dass sich Galatasaray Istanbul und Trainer Fatih Terim um eine Verpflichtung von Ahmed Kutucu bemühen sollen (via wa.de). Sogar eine Ablösesumme wird genannt, die Zeitung ruft 14 Millionen Euro auf.


Kutucu im Gespräch mit David Wagner

Dass der gebürtige Gelsenkirchener, der dazu noch die Jugendabteilung der Knappenschmiede durchlaufen hat, früher oder später - trotz einer emotionalen Verbundenheit - Königsblau verlassen wird, ist an sich kein großes Thema. Die Schalke-Anhänger haben sich damit abgefunden, große Talente oder Leistungsträger nicht auf ewig halten zu können.


Blickt man allerdings auf dieses Gerücht, ergibt es natürlich keinen Sinn. Der einzige Aspekt, weshalb Galatasaray mit Kutucu in Verbindung gebracht wird, ist der türkische Hintergrund seiner Familie. Weder ist der Istanbuler Klub eine sportliche Weiterentwicklung, noch will der Youngster S04 derzeit verlassen - und zu den Zielen und Ambitionen des Stürmers würde dieser Wechsel ohnehin nicht passen. Auch wenn er lediglich drei Liga-Einsätze aus der Startelf heraus absolvieren durfte, wird er keinen Fluchtversuch unternehmen.


Viel mehr wird die englische Premier League im Laufe seiner Karriere eins seiner Ziele sein - das erklärte Kutucu offen und ehrlich im vergangenen April. Bis dahin wird es aber noch das ein oder andere Jahr auf Schalke geben. Zum einen, weil er weiß, dass er sich noch weiterentwickeln und verbessern muss für einen solchen Schritt. Zum anderen wegen der Verbundenheit zum Klub.


Wenige Gerüchte und Spekulationen können so schnell ad acta gelegt werden, wie die Galatasaray-Kutucu-Meldung. Natürlich könnte Königsblau 14 Millionen Euro gebrauchen, unabhängig von Namen. Letztendlich gibt es jedoch keinen einzigen Faktor, der für einen Funken Realismus spricht.