Der FSV Mainz 05 konnte seine Mannschaft in diesem Jahr fast komplett zusammen halten, im Winter könnten aufgrund der sportlichen und finanziellen Situation jetzt aber doch einige wichtige Spieler gehen. Es droht der Ausverkauf.


Es ist äußerst selten, dass der FSV Mainz eine Sommer-Transferperiode übersteht, ohne einen seiner besten Spieler abgeben zu müssen: Jean-Philippe Gbamin, Abdou Diallo, Suat Serdar oder Yoshinori Muto hießen solche Abgänge in der jüngeren Vergangenheit. In diesem Jahr hätte es dann fast geklappt, doch in letzter Minute schnappte sich der VfL Wolfsburg doch noch Ridle Baku.


Abgesehen vom in Mainz geborenen Eigengewächs gibt es im Kader der 05er aber noch einige weitere Spieler, die das Interesse von anderen Vereinen geweckt hatten, wie Angreifer Robin Quaison oder Abwehrchef Moussa Niakhate. Sie alle blieben den Mainzern aber letztlich treu und es sah so aus, als wären die Rheinhessen auf einem guten Weg, in dieser Saison deutlich besser dazustehen als im Vorjahr, als nur knapp der Klassenerhalt gelang.


Moussa Niakhate steht bereits bei einigen Vereinen auf dem Zettel

Tastsache ist aber, dass die Lage noch wesentlich schlechter geworden ist. Der Knatsch mit Trainer Achim Beierlorzer kostete die ersten Wochen, danach konnte auch Jan-Moritz Lichte das Ruder noch nicht herumreißen. Die Mannschaft des FSV Mainz spielt derzeit klar unter ihren Möglichkeiten und hat gerade einmal einen Zähler aus sieben Partien geholt. Platz 18 ist hochverdient.


Muss Mainz seine Stammspieler verkaufen?


Im schlimmsten Fall könnte es dazu führen, dass den Mainzern im Januar der Ausverkauf droht. Wie die Bild schreibt, dürfen neben Quaison und Niakhate auch Jean-Philippe Mateta, Pierre Kunde Malong und Jean-Paul Boetius den Verein bei einem passenden Angebot verlassen. Die Ablöse könnte der Verein aktuell gut gebrauchen und neue Spieler, die frischen Wind rein bringen, kann es nur bei entsprechenden Einnahmen geben.


Gut möglich auch, dass die Topspieler der Mainzer bei einer entsprechenden Gelegenheit auch gerne den Abflug zu einem größeren Verein machen, mit dem sie keine Abstiegssorgen haben. An Quaison sollen zuletzt zum Beispiel Tottenham und Olympique Lyon interessiert gewesen sein, an Niakhate der SSC Neapel und Borussia Dortmund. Klopfen Mannschaften dieser Kategorie an, kann und wird Mainz seine Spieler wohl kaum halten.