Eine kleine Chance hat Eintracht Frankfurt noch auf den Einzug in die Europa League, ein Sieg bei Hertha BSC am Samstag ist dafür Pflicht. Trainer Adi Hütter kann dabei endlich wieder auf eine ganz wichtige Personalie zurückgreifen.


Acht Punkte Rückstand hat die Eintracht derzeit auf Rang sieben, der seit Mittwochabend und dem Ausscheiden der Adler im DFB-Pokal ganz sicher zum Erreichen der Europa League reichen wird. Zwar verlor Adi Hütter darüber kein Wort, sondern sagte lediglich, die Eintracht wolle "die Saison bestmöglich abschließen" (via eintracht.de), doch er stellte vor dem Saisonendspurt auch klar: "Wir nehmen diese vier Spiele sowas von ernst, weil noch zwölf Zähler zu vergeben sind."


Hertha BSC hat derzeit 38 Punkte auf dem Konto und damit drei mehr als die Frankfurter, Hütter gab dementsprechend klar als Ziel aus, mit den Berlinern gleichzuziehen. Nach dem anstrengenden Pokalspiel bei den Bayern ab Mittwoch und der neuerlichen englischen Woche stellt sich personell die Frage, wie sehr der Österreicher seine Mannschaft durchwirbeln wird.


In der Abwehr dürfte vor Torwart Kevin Trapp die Dreierkette weiterhin gesetzt sein, allerdings könnte Makoto Hasebe wieder in die Startelf zurückkehren, nachdem er in München 90 Minuten auf der Bank saß. Dafür könnte David Abraham, der dessen Rolle im Zentrum der Kette übernommen hatte, diesmal pausieren, damit seine muskulären Probleme nicht zurückkehren und er bis zum Schluss fit ist. Martin Hinteregger und Evan N'Dicka bleiben in der Mannschaft.


Auf der Doppelsechs davor hat Hütter trotz der Ausfälle von Gelson Fernandes (verletzt) und Sebastian Rode (fünfte gelbe Karte) eine große Auswahl. Dominik Kohr zeigte zuletzt ganz gute Leistungen und könnte weiterhin gesetzt sein, neben ihm könnte Stefan Ilsanker auflaufen. Mit Lucas Torro, Djibril Sow und Jonatahn de Guzman gibt es aber drei weitere Kandidaten.


Kostic und Paciencia sind zurück


Auf dem linken Flügel kehrt Filip Kostic nach seiner Sperre im DFB-Pokal zurück und dürfte für frischen Wind sorgen, so wie es Danny da Costa nach seiner Einwechslung in München bereits auf der rechten Seite getan hat. "Danny hat sich nicht nur wegen seines Treffers in den Vordergrund gespielt, sondern auch zuvor immer gut trainiert und seine Chance genutzt", sagte Hütter. "Das habe ich auch tags darauf vor der Mannschaft angesprochen. Danny weiß, was in den kommenden Wochen auf ihn zukommt." Es spricht also vieles dafür, dass der 26-Jährige in die Startelf zurückkehrt.


Im Angriff gab es für die Eintracht zuletzt gute Nachrichten: Goncalo Paciencia ist wieder im Mannschaftstraining und fit für einen Einsatz am Samstag. In der Startelf wird der Portugiese sicher nicht stehen, doch seine Rückkehr ermöglicht Hütter wieder mehr Optionen. Gegen die robusten Innenverteidiger der Hertha ist deshalb eine Doppelspitze mit Bas Dost und Andre Siva vielleicht keine schlechte Idee, dahinter im offensiven Mittelfeld könnte Daichi Kamada starten.


Die mögliche SGE-Startelf