Als Trainer einer Bundesliga-Mannschaft spielt man Woche für Woche um seinen Arbeitsplatz. Schnelle Trainerentlassungen sind im modernen Fußballgeschäft ein gängiges Mittel. So manchen Übungsleiter erwischte es in der Ligageschichte aber doch unerwartet früh. Das sind die Cheftrainer mit den kürzesten Amtszeiten.



10. Hans-Jürgen Gede - Fortuna Düsseldorf

Den Anfang macht Hans-Jürgen Gede. Mit der Fortuna aus Düsseldorf durfte er sich wenige Wochen beweisen. Seine Beförderung konnte er aber nie rechtfertigen, denn nach sieben Spielen ohne Sieg war Schluss. Mit einer Amtszeit von 61 Tagen startete Gede damit in seine Trainerkarriere.


9. Jens Keller - VfB Stuttgart

Keller konnte dem Druck nicht standhalten

Die Hoffnungen auf Jens Keller waren enorm, als ihn der VfB Stuttgart 2010 zum Cheftrainer beförderte. Als Schlusslicht der Liga konnte er mit den Schwaben ganze fünf Siege aus den ersten sieben Partien holen. Doch sechs Niederlagen am Stück waren in Folge zu viel für eine Aussicht auf Besserung.


8. Bernd Krauss - Borussia Dortmund

Bernd Krauss hatte kein Glück auf der BVB-Bank

Ganze 57 Tage hielt es Bernd Krauss auf dem Trainerstuhl von Borussia Dortmund. Im Winter 2000 verpflichtet, wusste der geborene Dortmunder nicht zu überzeugen. Nach elf Spielen ohne Sieg musste er seinen Platz wieder räumen.


7. Krasimir Balakov - 1. FC Kaiserslautern

Für Balakov war es in der Bundesliga schnell vorbei

Als Spieler wusste Krasimir Balakov in der Bundesliga definitiv zu überzeugen. Ein ähnliches Schicksal blieb ihm mit dem 1. FC Kaiserslautern aber verwehrt. Die abstiegsbedrohten Teufel übernahm er im März 2012. Den Klassenerhalt packte der Bulgare nicht, was ihn nach 57 Tagen wieder ins Aus manövrierte.


6. Christoph Daum - Eintracht Frankfurt

In Frankfurt sollte es für Daum nicht funktionieren

Letztmalig sah man Christoph Daum bei Eintracht Frankfurt als Trainer in der Bundesliga. Dabei war die Amtszeit bei den Adlern die Kürzeste. Der Auftakt misslang ihm völlig. Drei Punkte waren nach sieben Spielen viel zu wenig. Nach 54 Tagen und noch weniger Hoffnung im Abstiegskampf, wurde die Zusammenarbeit aufgelöst.


5. Michael Skibbe - Hertha BSC

Skibbe konnte das Aus nach 52 Tagen nicht verhindern

Michael Skibbe mag als Trainer schon einige Meilensteine erreicht haben. Mit der Hertha sammelte der Chefcoach aber nur Gegentore und Niederlagen. Anfang 2012 feierte er bei den Berlinern sein Debüt, im Februar war es dann auch schon wieder vorbei.


4. Bernd Hollerbach - Hamburger SV

Das 0:6 gegen Bayern München war Hollerbachs letztes Spiel mit dem HSV

An Bernd Hollerbach werden sich nur noch die wenigsten HSV-Fans erinnern. In der illustren Trainer-Vergangenheit der Norddeutschen durfte sich Hollerbach zum Jahresbeginn 2018 versuchen. Der rekordverdächtig schlechte Start wurde ihm nach 49 Tagen mit einer Beurlaubung quittiert.


3. Rudolf Kröner - 1. FC Nürnberg

Die höchste Liga-Niederlage der Nürnberger Geschichte geht auf Rudolf Kröner zurück. Mit dem Club unterlag er dem VfB Stuttgart 0:7. Da in seinen 41 Tagen als Trainer noch schnell weitere zwölf Gegentreffer dazukamen, war für die erhoffte Wunschlösung schnell Schluss.


2. Jürgen Sundermann - VfB Stuttgart

In seiner Laufbahn trainierte Jürgen Sundermann einige Klubs. Nur selten wurde der heute 80-Jährige aber so früh entlassen wie beim VfB Stuttgart. Nachdem er in den 70ern als Wundermann betitelt wurde, endete seine Rückkehr 1994 nach nur 33 Tagen und einer gruseligen Bilanz.


1. Robert Körner - 1. FC Nürnberg

Die bisher kürzeste Amtszeit geht auf Robert Körner zurück. Als Co-Trainer feierte er mit dem 1. FC Nürnberg 1986 noch die Meisterschaft. Im folgenden Jahr wurde er als Übungsleiter instruiert, der nach nur zwei Spielen allerdings wieder seinen Platz räumen musste. 18 Tage hielt es den Österreicher auf dem Chefsessel.