Alle Schalke-Fans, die sich zum Saisonstart einen gnädigen Rekordmeister gewünscht hatten, wurden nicht erhöht. Mit 8:0 fegten die Bayern die völlig überforderten Königsblauen aus der Allianz Arena. Zumindest aus dem Lager der Gäste kamen im Nachhinein klare Worte. Das Internet rundete den Katastrophenabend der Schalker ab.


Es war das wohl deutlichste Eröffnungsspiel in der Geschichte der Bundesliga. Schon in der vierten Minute stellten die Bayern die Weichen für den ungefährdeten Auftaktsieg. Auf der Seite der Königsblauen herrschte schnell Resignation.


"Das war schlecht. Wir haben nicht gut gespielt, Bayern war herausragend. Wir müssen uns jetzt schütteln, diese herbe Niederlage hinnehmen und gegen Bremen die Reaktion zeigen, die wir selber von uns erwarten", wird Trainer David Wagner im kicker zitiert.


Schalke gefrustet - Bayern hält den Ball flach


Die Naivität und willenlose Leistung seiner Mannschaft wird Wagner nicht gefallen haben. Doch das Spiel war zu deutlich, um überhaupt auf einzelne Schwächen einzugehen. "Dass es gegen den Triple-Sieger schwer wird, das war klar. Aber dieses Ergebnis ist eine Schande. Wir sind extrem enttäuscht", so Bastian Oczipka frustriert.


Innenverteidiger Benjamin Stambouli hofft neben der großen Enttäuschung aber auf einen Lerneffekt. "Wir haben gegen eine super Mannschaft gespielt und müssen lernen. Das ist eine Erfahrung, die wir mitnehmen müssen. Es tut immer weh, so ein Ergebnis." Gegen Bremen darf sich Schalke einen ähnlichen Auftritt nicht mehr erlauben.


Die Münchener können dagegen hochzufrieden auf die kommenden Wochen blicken. Hansi Flick wollte das Ergebnis dennoch bodenständig einordnen: "Wir haben jetzt das erste Spiel, machen wir mal ganz langsam hier. Wir haben es bravourös gelöst, hätten aber in der ersten Halbzeit zwei, drei, vielleicht vier Tore mehr machen müssen."


Den Rekordmeister sieht er laut kicker schon jetzt gut gerüstet: "Aber es war wichtig zu zeigen, dass wir auch in dieser Saison auf dem richtigen Weg sind. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung", so der Trainer nach der Partie.


Müller überrascht, Sané hat Mitleid


Thomas Müller verriet gegenüber DAZN, dass er selbst kaum begreifen konnte, wie wehrlos sich der Gegner präsentierte: "Das [deutliche Ergebnis] lag schon auch am Gegner. Ich spreche selten über den Gegner, aber heute war ich auf dem Platz schon manchmal überrascht, wie leicht einige Pässe gespielt werden konnten." Ein Statement, das Bände spricht.


Leroy Sané blieben dagegen nur aufmunternde Worte für seinen Ex-Klub: "Ich war eine Lange Zeit auf Schalke. Solche eine Niederlage beim, Saisonstart zu bekommen, wo es ein bisschen drunter und drüber geht, ist natürlich schwer. Das tut mir natürlich schon ein bisschen leid."


HSV muntert Schalke auf


Im Internet war die herbe Klatsche natürlich das Hauptthema. Der größte Teil der Reaktionen machte den Abend der Schalker nur noch schlimmer. Die Leidensgenossen versuchten immerhin, zur Seite zu stehen.


Youngster Can Bozdogan fehlte etwas überraschend im Kader der Königsblauen. Nach dem Spiel scheint die Erklärung von David Wagner etwas amüsant.


Unverständnis gab es für die offensichtlich nicht eingehaltenen Abstandsregeln auf der Chefetage.


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