Sieben Spieltage hat die Bundesliga absolviert. Jetzt gibt es nochmal eine Länderspielpause, bevor über viele Wochen wieder gnadenlos durchgezogen wird. Zeit, um einmal kurz durchzuschnaufen und zu schauen, wer die Gewinner und die Verlierer des Bundesliga-Starts sind.


1. Gewinner: VfB Stuttgart

Der Aufsteiger war mit seiner jungen Mannschaft und seinem Verletzungspech zu Beginn der Saison einer der ersten Abstiegskandidaten. Die Schwaben zeigten sich davon aber unbeeindruckt, legten mit den jungen Wilden 2.0 einen starken Saisonstart hin und scheinen endlich die richtige Mischung im Kader gefunden zu haben. Platz 16 und 17 sind bereits sieben Punkte entfernt.


2. Gewinner: Union Berlin

Schon nach dem Aufstieg im vergangenen Jahr hat Union Berlin mit klugen Transfers den Grundstein für den Klassenerhalt gelegt. Die Köpenicker hielten nicht emotional an ihrer Aufstiegsmannschaft fest, sondern verstärkten diese rational. Mit Erfolg. In diesem Jahr gingen sie den gleichen Weg und holten gestandene Namen wie Robin Knoche oder Max Kruse - und haben damit einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Platz fünf und die zweitmeisten erzielten Tore der Liga sind definitiv eine Hausnummer.


3. Gewinner: FC Bayern München

Natürlich hat jeder den FC Bayern nach sieben Spieltagen an der Spitze erwartet. Trotzdem: Nach dem 1:4 in Hoffenheim schien die Mannschaft verwundbar, vielleicht müde vom ganzen Erfolg. Der Kader wurde als zu klein verschrien. Dann aber holten die Bayern noch einige Spieler für die Breite und gewannen seither jedes Spiel, die Pleite in Hoffenheim ist sowieso die einzige in allen Pflichtspielen - sonst gab es nur Siege. Das 3:2 in Dortmund am vergangenen Samstag war dann vorerst die Krönung. Die zu Beginn schwächelnd wirkenden Bayern sind nach wie vor zu gut für alle anderen.


4. Verlierer: FSV Mainz 05

Auf dem Papier konnte man in Mainz zuversichtlich in die Saison gehen: Nach dem knappen Klassenerhalt im Vorjahr konnte der eigentlich gut besetzte Kader beisammen gehalten werden, kein Top-Spieler verließ den Klub. Trainer Achim Beierlorzer hatte aber offenbar überhaupt keinen Draht zu seinen Spielern, schaffte den nächsten Entwicklungsschritt nicht und scheiterte dann schließlich an einem Streik wegen Adam Szalai. Unter Nachfolger Jan-Moritz Lichte gab es zuletzt zwar ordentliche Tendenzen, aber eben auch nur einen Punkt. Dieses Team kann mehr.


5. Verlierer: FC Schalke 04

Dass es immer noch tiefer und tiefer geht, hat der FC Schalke mit diesem grausamen Saisonstart bewiesen. Mit dem 0:8 in München fing alles an, besser wurde es seitdem nicht wirklich. Die eingefahrenen drei Punkte kamen durchaus glücklich zustande, da hilft auch das Gemeckere über den VAR beim Spiel in Mainz nichts. Zwar gab es da immerhin mal Offensive zu sehen, doch insgesamt war auch das kein gutes Spiel. Es gibt derzeit wenig, das Mut macht.


6. Verlierer: TSG Hoffenheim

Während es in der Europa League herausragend läuft, hat die TSG Hoffenheim seit den zwei Siegen zum Auftakt in der Bundesliga nur noch einen Zähler geholt. Dem berauschenden 4:1 gegen die Bayern folgten zwei Pleiten, ein Remis in einem schwachen Spiel in Bremen und wieder zwei Pleiten. Die TSG spielt momentan einfach nicht gut und weit unter ihren Möglichkeiten. Unter dem Strich sind sieben Punkte nach sieben Spielen ok, aber gemessen an den Fähigkeiten und Ansprüchen waren die letzten Liga-Auftritte sehr schwach.