So interessant es auch sein mag, jetzt, bei den Geisterspielen, so ziemlich jeden halbwegs lauten Kommentar oder Ruf einer der Beteiligten mangels überlappender Geräuschkulisse vernehmen zu können: irgendwie wünscht sich wohl jeder, dass dieser Zustand nicht mehr all zu lange andauert. Hinter den Kulissen der DFL wird jedenfalls fieberhaft an einem Konzept gearbeitet, um zumindest schon teilweise wieder Zuschauer in die Stadien lassen zu können.


Dafür befindet sich die von Christian Seifert präsidierte DFB-Tochtergesellschaft bereits in regem Austausch mit dem Bundesgesundheitsministerium. Das von Jens Spahn geleitete Ministerium hebt in diesem Zusammenhang noch mal die Bedeutung einer disziplinierten Einhaltung der höchstmöglichen Infektionsstandards hervor.


Konzept sollen lokal entwickelt werden


Dem föderalistischen System geschuldet, sollen dabei die lokalen Konzepte der Klubs in Absprache mit den entsprechenden Gesundheitsbehörden der Länder abgestimmt werden. Dabei sind die lokalspezifischen Gegebenheiten (Infrastruktur des jeweiligen Stadions, An-und Abfahrtswege) genau so zu berücksichtigen, wie die jeweilige epidemiologische Entwicklung in der betreffenden Region.


Außerordentliche Mitgliederversammlung noch vor Saisonstart geplant


Die DFL wird den Klubs nach den beratenden Gesprächen mit dem Gesundheitsministerium eine Art Leitfaden zur besseren Ausarbeitung ihrer Konzepte an die Hand geben. Zudem soll in einer außerordentlichen DFL-Mitgliederversammlung, die rechtzeitig vor Saisonstart stattfinden soll, besprochen werden, ob es bezüglich bestimmter Aspekte (wie z.B. das Ticketing-Verfahren für die Fans der Gastmannschaften) eine einheitliche Linie aller Klubs aus Liga 1 und 2 geben soll.


Die allgemeine Hoffnung ist, dass zu Beginn der kommenden Spielzeit zumindest wieder die Hälfte der Zuschauerkapazitäten genutzt werden kann. Weiterreichende Pläne, womöglich über den Winter 2021 hinaus, verbieten sich zur Zeit aufgrund der weiterhin schwer vorhersehbaren Entwicklung der Pandemie.