Deutschland hat im internationalen Fußball eine lange Tradition. In den Geschichtsbüchern wird von Legenden wie Fritz Walter, Franz Beckenbauer oder Gerd Müller geschrieben, neben vier Weltmeisterschaften gewann die DFB-Elf dreimal die Europameisterschaft, und trotz der Krise nach der WM 2018 wird die Mannschaft bei der EM 2021 zu den Titelfavoriten zählen. Doch wer waren die besten Spieler in diesem Millennium?



In unseren sozialen Kanälen starten wir ab dem 1. Mai ein großes Voting-Duell der Jahrtausend-Auswahlen der Nationalteams.

Die Topteams der anderen Nationen findest du hier:
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1. TW: Oliver Kahn


Länderspiele: 86

Klar, hier hätte auch Manuel Neuer stehen können. 2014 war er DER Torhüter beim WM-Turnier und dem vierten deutschen Triumph.

Aber ein Titan bleibt für uns einfach ein Titan: Oliver Kahn hat eine herausragende Karriere hinter sich. Angefangen beim Karlsruher SC, wechselte der Torhüter im Jahr 1994 zum FC Bayern. Dort entwickelte er sich zu eben jenem Titan, der bei der Weltmeisterschaft 2002 seinen absoluten Höhepunkt erlebte. Ihm war es zu verdanken, dass Deutschland in Japan und Südkorea das Finale erreichte - jedoch wurde er im Endspiel zum tragischen Helden und schenkte Brasiliens Sturmlegende Ronaldo den Ball zur 1:0-Führung.


2. LV: Philipp Lahm


Länderspiele: 113

Philipp Lahm ist zweifellos einer der besten Spieler in der Geschichte des deutschen Fußballs. Erst wurde er vom Rechts zum Linksverteidiger umgeschult und wieder zurück, zwischenzeitlich spielte er sogar im defensiven Mittelfeld. Lahm vereint Spielintelligenz, ein feines Gespür für Tacklings und einen unbändigen Ehrgeiz. Als Kapitän durfte er den WM-Pokal 2014 in den Nachthimmel stemmen.


3. IV: Mat Hummels


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Mit etwas Abstand möchte auch ich mich zu der Entscheidung des Bundestrainers äußern. Unabhängig von der aus meiner Sicht schwer nachvollziehbaren sportlichen Entscheidung (die ich natürlich respektiere), stößt die Art und Weise bei mir auf Unverständnis. Nach meinem Dafürhalten hatte ich zu den handelnden Personen beim DFB immer ein gutes Verhältnis und wir sind stets fair miteinander umgegangen. Thomas, Jerome und ich haben jahrelang alles für die Nationalmannschaft gegeben und dieser Umgang wird dem, was wir geleistet und erreicht haben, in meinen Augen nicht gerecht. Und das lässt mich alles andere als kalt, weil ich es geliebt habe, für Deutschland zu spielen! Für mich kann ich sagen: es waren wunderbare Jahre, 70 Länderspiele, die alles, was ich mir als Kind einmal erträumt hatte, bei weitem übersteigen. Insgesamt vier große Turniere, bei denen ich mitwirken durfte. Gekrönt von dem Gewinn der Weltmeisterschaft 2014. Dieses Gefühl werde ich für immer in mir tragen und ich hätte wirklich gerne nochmal ALLES dafür gegeben, etwas Vergleichbares zu wiederholen. ??

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Länderspiele: 70

Mats Hummels wurde vor über einem Jahr aus der Nationalmannschaft gestrichen, doch in den Jahren zuvor hinterließ der Abwehrchef von Borussia Dortmund große Fußstapfen. Hummels beweist Geschick in Zweikämpfen, Kopfballstärke und ist berüchtigt für seine gefährlichen langen Bälle im Spielaufbau. Beim WM-Triumph 2014 war er Stammspieler.


4. IV: Jerome Boateng


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Bundestrainer Joachim Löw hat mir heute in einem aufrichtigen Gespräch mitgeteilt, dass ich nicht weiter Teil des DFB-Teams sein werde, er in Zukunft jungen Spielern die Bühne bieten möchte und besonders im Hinblick auf die anstehenden Turniere der Mannschaft ein neues Gesicht geben möchte. Ich bin traurig über diese Nachricht, weil es für mich immer das Allergrößte war, mein Land zu repräsentieren. Dennoch respektiere ich den neuen Kurs und habe Verständnis für die Entscheidung des Bundestrainers. Ich war selbst jung und darauf angewiesen, dass mir ältere Spieler Platz machen. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass ich weiterhin auf höchstem Niveau spielen kann und werde das auch in Zukunft zeigen. An die Zeit im DFB-Team werde ich immer mit großer Freude zurückblicken. Ich war immer extrem stolz, das Trikot der Nationalmannschaft tragen zu dürfen und werde vor allem den Sommer 2014 nie vergessen. Dennoch hätte ich mir natürlich einen anderen Abschied für uns gewünscht. Viel Erfolg der Mannschaft für die Zukunft!

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Länderspiele: 76

Jerome Boateng zählte wie Hummels über Jahre zu den besten Innenverteidigern Europas. Bis heute ist er ein resoluter Zweikämpfer, der gefährliche Diagonalbälle schlägt. Aufgrund vieler Verletzungen hatte er lange Zeit mit Leistungsschwankungen zu kämpfen, aktuell ist er aber wieder Stammspieler beim FC Bayern.


5. RV: Joshua Kimmich


Länderspiele: 48

Joshua Kimmich ist einer der Anführer der jüngeren Generation. Der 25-Jährige schaffte unter Pep Guardiola in der Saison 2015/16 den Durchbruch beim FC Bayern und geriet auch ins Visier von Bundestrainer Joachim Löw. Anfangs wurde er als Nachfolger von Philipp Lahm auf der rechten Abwehrseite auserkoren, mittlerweile spielt er hauptsächlich im defensiven Mittelfeld.


6. DM: Bastian Schweinsteiger


Länderspiele: 121

Lange Zeit wusste niemand so recht, wohin mit Bastian Schweinsteiger. Er hatte auf dem Flügel seine Qualitäten, ja, aber für die Weltspitze sollte es dort nie reichen. Erst Louis van Gaal kam 2009 auf die Idee, ihn ins defensive Mittelfeld zu versetzen. Dort glänzte Schweinsteiger - der "Fußballgott", wie ihn die Bayern-Fans getauft haben - als Stratege mit Kämpferherz. Unvergessen ist seine Leistung im WM-Finale. Nach jedem Schlag glaubte man, er würde nicht mehr aufstehen - aber er machte bis zum Schlusspfiff weiter.


7. ZM: Toni Kroos


Länderspiele: 96

Toni Kroos ist einer der intelligentesten Passgeber unserer Zeit. Im zentralen Mittelfeld beherrscht er die Spielverlagerung, sorgt bei Standards mit seinen messerscharfen Hereingaben für Gefahr und verfügt selbst über einen guten Abschluss aus der zweiten Reihe. Er wirkt wie ein gelassener Stratege, der sich von nicht aus der Ruhe bringen lässt - auch deshalb gewann er mit Real Madrid drei Mal in Folge die Champions League.


8. ZM: Michael Ballack


Länderspiele: 98

Michael Ballack war zu Beginn der 2000er Jahre eine Institution im deutschen Fußball. Der Mittelfeldspieler schaffte über den 1. FC Kaiserslautern den Sprung zu Bayer Leverkusen und wanderte erst zum FC Bayern und dann zum FC Chelsea weiter, ehe er in Leverkusen seine Karriere beendete. Er war ein torgefährlicher Mittelfeldspieler, erzielte in 98 Länderspielen 42 Tore - ein rüdes Foul von Kevin-Prince Boateng verhinderte jedoch die Teilnahme an der WM 2010.


9. LA: Lukas Podolski


Länderspiele: 130

Lukas Podolski ist eine Kultfigur, ein Spaßvogel, dem der Ernst nicht immer anzusehen war. Aber er war über weite Strecken seiner Karriere zweifelsohne ein sehr guter Fußballer. Beim FC Bayern sollte es nicht funktionieren, aber bei seinem Herzensverein, dem 1. FC Köln, und später auch bei Arsenal machte er sich mit seinem gefährlichen linken Fuß einen Namen. Sinnbildlich dafür war sein Tor im Abschiedsspiel gegen England - ein typischer Podolski eben.


10. RA: Thomas Müller


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Länderspiele: 100

Thomas Müller zu beschreiben, fällt manches Mal schwer. Der eigentliche offensive Mittelfeldspieler kann auch auf der Außenbahn glänzen, wenn ihm die nötigen Freiheiten gewährt werden. Müller ist nicht der athletischste Fußballer, aber definitiv einer der intelligentesten. Irgendwie schlängelt er sich durch die Abwehrreihen, reißt damit Lücken auf und die gegnerische Abwehr entzwei. Doch genau wie Jerome Boateng und Mats Hummels wurde er im März vergangenen Jahres aussortiert.


11. MS: Miroslav Klose


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Danke Deutschland??

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Länderspiele: 137

Miroslav Klose geht als einer der besten deutschen Stürmer in die Geschichte ein - vermutlich ist er sogar der zweitbeste nach Gerd Müller. Der heute 41-Jährige erzielte Tore wie am Fließband - egal ob mit rechts, links oder per Kopf. Beim historischen 7:1-Erfolg im Halbfinale gegen Brasilien eroberte er mit seinem 16. Tor den ersten Platz in der Liste der WM-Rekordtorschützen, hinter Lothar Matthäus ist er mit 137 Länderspielen auf Platz zwei der Rekordnationalspieler.