Als Fan des FC Barcelona kann man sich über den überraschenden Verbleib von Lionel Messi nicht wirklich freuen. Der Argentinier hat in seinem Goal-Interview Vereinspräsident Josep Bartomeu nicht nur Wortbruch vorgeworfen, sondern auch einen fehlenden Plan.


Messi, der auch mit 33 Jahren immer noch um jeden Titel spielen will, erklärte, dass man im Verein kein langfristiges Projekt erkennen kann und dass er eigentlich mit seinem Abgang auch neuen Spielern den Weg freiräumen möchte. Nun muss jedoch der beste Fußballer auf dem Planeten ein weiteres Jahr bei einem Klub verschwenden, der keinerlei Anzeichen einer baldigen Besserung aufzeigt.


Im kürzlich veröffentlichten Interview wird klar, dass Bartomeus Entscheidungen derzeit nur dazu dienen, den nächsten Tag zu überleben. Der angebliche Wortbruch, die harte und kompromisslose Reaktion auf den Wechselwunsch des besten Spielers der Vereinsgeschichte, das alles kann nicht mit dem langfristigen Standing und sportlichen Erfolg vereint werden. Messi hat dem Drama von sich aus schneller als gedacht ein Ende gesetzt, trotzdem kann niemand nun so richtig Euphorie vor der neuen Saison aufbringen.


Wie soll man sich anfühlen, wenn dein Aushängeschild nicht hinter dem Klub stehen kann und nun öffentlich den Klub-Chef als Lügner und Nichtsnutz ansieht? Wie soll ein Umbruch vorangehen, dessen Mittelpunkt nicht mal dazugehört?


Es ist kaum vorstellbar, dass die kommende Saison des FC Barcelona erfolgreich verlaufen wird. Messi hat klar und deutlich kundgetan, dass er unter der jetzigen Situation leidet. Die Umstände, die zum Umdenken geführt haben, machen die Situation nur noch schlimmer. Ein Verbleib nach dem Vertragsende im Sommer 2021 ist unvorstellbar.