Der FC Bayern hat sich mit einem 1:0-Sieg über den SV Werder Bremen die achte Deutsche Meisterschaft und die 30. insgesamt gesichert. Der SC Paderborn steht indes nach einer 0:1-Niederlage gegen Union Berlin als erster Absteiger fest; die Eisernen hingegen dürfen sich über den Klassenerhalt freuen.


Lewandowski krönt die Bayern - Davies fliegt mit Verspätung vom Platz


Die 30. Deutsche Meisterschaft für den FC Bayern ist perfekt. Dank des Treffers von Robert Lewandowski aus der 43. Spielminute sind die Münchner nach 32 Spieltagen nicht mehr einzuholen. Werder Bremen indes, die sich wacker gegen den Rekordmeister behaupteten, stehen weiterhin drei Punkte vom rettenden Ufer entfernt; die punktgleiche Fortuna auf dem Relegationsrang und der FSV Mainz 05 spielen allerdings morgen noch.


Davies' böser Tritt bleibt unbestraft


Gegen wie erwartet forsche Bayern stand Werder über weite Strecken der ersten Halbzeit äußerst kompakt und fand mit einem sicheren Kombinationsspiel immer wieder spielerische Lösungen, um die Gäste unter Druck zu setzen. Der Spielverlauf hätte sich durchaus zu den Gunsten der Grün-Weißen entwickeln können, wenn Alphonso Davies für sein Nachtreten gegen Leonardo Bittencourt in der 19. Spielminute vom Platz gestellt worden wäre. Dass die Aktion des Kanadiers vom Video-Schiedsrichter nicht einmal überprüft wurde, ist angesichts der Bilder eine Farce.


Die Bayern mühten sich im einsetzenden Platzregen in Bremen sichtlich und fanden keine Lösungen gegen das gut organisierte Defensivbollwerk der Hausherren. Werder hätte mit einer guten Leistung und einem verdienten Unentschieden in die Pause gehen können, fing sich kurz vor dem Pausenpfiff dann aber doch den Gegentreffer: Nach einem Chippass von Jerome Boateng verarbeitete Robert Lewandowski den Ball im Bremer Sechzehner mit der Brust und ließ Jiri Pavlenka aus elf Metern keine Chance.


Alphonso Davies sah mit Verzögerung die Rote Karte

Nach dem Seitenwechsel stand der Pole erneut im Fokus. Erst stellte er auf das vermeintliche 2:0, der Treffer wurde jedoch aufgrund einer Abseitsstellung von Vorbereiter Thomas Müller zurecht aberkannt. Fünf Minuten später vergab Lewandowski völlig freistehend nach Flanke von Müller mit dem Kopf. Glück für Werder, die allerdings auch gut mithielten. Trotzdem war der Rekordmeister im zweiten Durchgang die klar spielbestimmende Mannschaft. Nach 78 Minuten flog Alphonso Davies, für seinen Tritt aus dem ersten Durchgang verwarnt, nach einem taktischen Foul dann aber doch vom Platz. Das brachte die Bayern in den letzten zehn Minuten noch einmal ordentlich ins Schwitzen. Nach einer Flanke von Fin Bartels hatte Yuya Osako in der 89. Minute den Ausgleich auf dem Kopf, Manuel Neuer hielt die achte Meisterschaft in Folge für den FC Bayern aber bravourös fest.


Union schickt Paderborn in die 2. Liga und feiert den Klassenerhalt - Freiburg wahrt Chance auf Europa


Auch am anderen Ende der Tabelle ist die erste Entscheidung gefallen: der SC Paderborn steht nach 32 Spieltagen als erster Absteiger fest. Die Ostwestfalen verloren bei Union Berlin mit 1:0 und spielen damit in der kommenden Saison wieder in Liga Zwei. Union Berlin hingegen feiert den verdienten Klassenerhalt. Ein Eigentor von Ben Zolinski nach 27 Minuten besiegelte den Paderborner Abstieg.


Der Eigentreffer von Ben Zolinski schickt den SC Paderborn in die 2. Liga

Im dritten Dienstagabendspiel empfing der SC Freiburg die formstarke Hertha. Nach einer ereignislosen ersten Halbzeit brachte Dodi Lukebakio die Gäste sehenswert in Führung; der Treffer wurde allerdings wegen eines vorangegangenen Foulspiels von Vladimir Darida zurückgenommen. Nach einer Stunde jubelten dann die Hausherren: Vincenzo Grifo schlenzte einen direkten Freistoß vom linken Strafraumeck in den Winkel; Hertha-Keeper Rune Jarstein sah nicht gut aus. Fünf Minuten später brachte Vedad Ibisevic die Alte Dame jedoch per Foulelfmeter (Koch kam zuvor gegen Pekarik zu spät) zurück in die Partie.


Nils Petersen traf erneut als Joker

Der ewige Joker Nils Petersen entschied die Partie dann nach 71 Minuten zu Gunsten der Hausherren, die damit alle Chancen auf die Europa League wahren. Mit den drei Punkten rangiert Freiburg auf Rang Sieben, kann am Mittwoch allerdings noch von der TSG Hoffenheim überholt werden.