David Alaba ist unbestritten einer der stärksten Defensivspieler der Welt. Bis vor kurzem hätte man noch "Linksverteidiger" geschrieben, doch den vielseitigen Österreicher auf eine einzige Position zu reduzieren, würde seiner Klasse nicht gerecht. Mittlerweile agiert er ja auch regelmäßig in der defensiven Zentrale - und erfreut sich da an der Entwicklung von Alphonso Davies auf seiner alten Position. Doch beim FC Bayern fragt man sich allmählich: wie plant Alaba für die Zukunft?


Denn die ist nur noch bis zum Sommer 2021 vetraglich an den deutschen Rekordmeister gebunden. Somit heißt es für den FCB: entweder dieses Jahr verlängern - oder verkaufen. Wobei die Münchener eigentlich fest mit Alaba in der kommenden Saison planen. Ein Verkauf ist nicht angedacht. Die vor einiger Zeit gestarteten Vertragsgespräche sind zur Zeit unterbrochen - Alaba weilt bereits mit seiner Freundin im zweiwöchigen Urlaub. Trainer Hansi Flick gibt sich (noch) relativ gelassen: "Lassen wir ihm mal ein bisschen Zeit, um sich Gedanken zu machen", erklärte er gegenüber der Bild.


Fünf Millionen trennen Klub und Spieler


Angeblich fordert Alaba ein Jahresgehalt von 20 Millionen Euro, die Bayern bieten (bislang) "nur" 15. Eine gewichtige Differenz, aber auch keine, die nicht überbrückbar wäre. Unter diesem Licht betrachtet, erscheinen die jüngst aufgepoppten Gerüchte aus Italien, denen zufolge Alaba bereits eine Einigung mit Inter Mailand erzielt haben soll, als haltlos.


Inter-Coach Antonio Conte gilt als großer Alaba-Fan. Aber mal ehrlich: Wer ist das nicht?

Spaniens Großklubs könnten Alaba ins Grübeln bringen


Denn immer wenn Alaba in der Vergangenheit Einblicke in seine Zukunftspläne gewährt hat, fielen - als Alternative zum FC Bayern - eigentlich nur zwei Namen: Real Madrid und FC Barcelona. Einer dieser beiden Panzerkreuzer der Primera División könnte Alaba reizen, mit nunmehr 28 Jahren München nochmal zu verlassen und eine neue sportliche Herausforderung zu suchen. Von Inter Mailand war in diesem Zusammenhang nie die Rede. Auch die Bild-Zeitung will erfahren haben, dass Alaba keinen Gedanken an einen Umzug in die Lombardei hegt.


Bayern will Alaba nicht vorzeitig ziehen lassen - und würde in das letzte Vertragsjahr mit ihm gehen


Entsprechend gelassen geben sich die Bayern-Offiziellen. Sie glauben nicht, dass Inter (oder einer der anderen kolportierten Interessenten wie Chelsea, Manchester City, PSG oder die beiden genannten spanischen Großklubs) in diesem Sommer mit einer angemessenen Offerte, sprich: um die 70 Millionen Euro, um die Ecke kommt. Und selbst dann wären sie wohl nicht bereit, Alaba vorzeitig ziehen zu lassen. Einen ablösefreien Abgang des Österreichers im nächsten Jahr würden sie somit in Kauf nehmen. Doch erstmal heißt es jetzt an der Säbener Straße: Abwarten und Tee trinken. Nach Alabas Rückkehr aus dem Urlaub dürften die Gespräche recht schnell wieder aufgenommen werden.