Der Sportdirektor von Paris Saint-Germain kritisierte vor Kurzem das Gebaren der Vereine FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig. Aus der Bundesliga melden sich nun die Vertreter von Leipzig und Dortmund, um sich der Kritik zu stellen. Besonders Michael Zorc kann Leonardos Aussagen nicht verstehen.


Auf das Abwerben der französischen Talente bezogen warf Leonardo den Spitzenklubs aus Deutschland vor, sie "fallen über junge Spieler her, das ist ein großes Problem." Und tatsächlich befinden sich in der Bundesliga 28 junge Franzosen. Doch die Schärfe der Kritik wollen zwei betroffene Sportchefs nun gegenüber der Bild zurückweisen.


Krösche diplomatisch - Zorc weniger


Markus Krösche, der Sportdirektor von RB Leipzig wollte sich nicht zu sehr mit den Aussagen Leonardos befassen. "Nein, wir fühlen uns nicht betroffen, außerdem kommentieren wir keine Aussagen von Verantwortlichen anderer Vereine. Frankreich ist amtierender Weltmeister und wie Deutschland eine Fußballnation. Daher wäre es fahrlässig, den Markt nicht im Blick zu haben", so Krösche diplomatisch.


Michael Zorc stellt klar, dass er sich nichts vorzuwerfen hat

Dortmunds Pendant Michael Zorc gibt sich hingegen angesäuert:

"Normalerweise kommentiere ich es nicht, wenn sich andere Klubs in der Öffentlichkeit äußern. Da wir in diesem Fall aber direkt erwähnt werden, muss ich schon feststellen, dass Leonardo da offensichtlich einem Irrtum unterliegt. In der Regel ist es nämlich genau andersrum, als er es darstellt", will Zorc klar stellen.

"Wir werden von den Familien und Beratern aus Frankreich aktiv angesprochen, da sie bei uns oft eine bessere Durchlässigkeit und ein höheres Entwicklungs-Potenzial der Talente sehen", beschreibt Zorc gleichzeitig das immense Qualitäts-Gefälle in der französischen Liga und die geringen Chancen der Talente, sich bei einem Spitzenklub wie Paris durchzusetzen.

Ironischerweise hat ausgerechnet PSG vor einem Jahr eine Fussballakademie in Düsseldorf gegründet, um Talente aus der Region nach Frankreich zu holen.