Nachdem Borussia Dortmund den 18-jährigen brasilianischen Offensiv-Spieler Reinier von Real Madrid ausgeliehen hat, stellt sich die Frage, auf welcher Position der Klub mit ihm plant. Sportdirektor Michael Zorc ließ die Frage bei der offiziellen Vorstellung des Neuzugangs unbeantwortet.


"Wir sollten die Erwartungshaltung nicht zu hoch schrauben, auch wenn Real Madrid einen hohen Preis für ihn bezahlt hat. Wir geben ihm die nötige Zeit, um sich bei uns in Ruhe zu entwickeln", verspricht Michael Zorc gegenüber den ruhrnachrichten in Bezug auf den jungen Reinier. Der Brasilianer kam im Januar 2020 für 30 Millionen Euro von Flamengo zu Real Madrid, absolvierte aber keine Partie für die Königlichen.

Reinier kann hinter den Spitzen oder auf den offensiven Außenpositionen zum Einsatz kommen, selbst als Stoßstürmer wäre er zu gebrauchen, doch Zorc wollte sich nicht festlegen.


Reinier bringt Physis mit - Moukoko vor Debüt-Saison


"Er bringt Physis mit und komplettiert unsere Offensiv-Reihe ganz gut, weil wir eben auch sehen, dass wir ab Ende September im Drei-Tage-Rhythmus spielen werden", blickt Zorc schon voraus und benennt eine große Stärke des Neuzugangs.

Ob er jedoch als erste Alternative für Erling Haaland in der Sturmspitze eingeplant wird, erscheint fraglich. "Er kann sicherlich auch ganz vorne spielen, würde die Position aber etwas anders interpretieren. Da haben wir dann mehr Möglichkeiten, die Mannschaft zusammenzustellen - je nachdem, welches System der Trainer spielen lässt", hält Zorc seinem Trainer die Optionen offen. Favre bezeichnete den Brasilianer zuletzt als "Neuneinhalb", was zumindest die Möglichkeit für Einsätze in der Sturmspitze einräumt.


Der bald 16-Jährige Moukoko soll seine ersten Erfahrungen in der Bundesliga machen

Hinzu kommt, dass Youssoufa Moukoko vor seiner Debüt-Saison steht. Ab seinem 16. Geburtstag am 20.11.2020 kann er für den BVB in der Bundesliga auflaufen, nachdem er schon einige Zeit im Kreise der Profis trainiert. Moukoko wird eine große Zukunft vorhergesagt - als Mittelstürmer. Nachdem man das Nachwuchstalent in der letzten Zeit häufiger als Alternative für Haaland genannt hatte, wird man ihm nun nicht Reinier "vor die Nase setzen".

Wahrscheinlicher ist, dass Reinier sich mit Thorgan Hazard um einen Platz in der Startelf streiten wird - oder als Alternative auf der Zehn infrage kommt. Denn Jadon Sancho wird neben Haaland gesetzt in die kommende Saison gehen. Vorerst wird man Reinier, wie Zorc erwähnte, aber die nötige Zeit geben, im Verein und der Bundesliga anzukommen. Demnach wird der Brasilianer - wenn die anderen Kandidaten fit sind - zu Beginn der Spielzeit die Joker-Rolle einnehmen.