Laut den Ruhr Nachrichten hat sich die BVB-Fan-Gruppierung "Jubos" nach 15 Jahren aufgelöst. Das Blatt beruft sich auf "gut informierte Fankreise". Dem Bericht zufolge seien mehrere Gründe ausschlaggebend.


Der BVB hat eine der drei großen Fan-Gruppierungen verloren. Neben "The Unity" und den "Desperados" gehörten die "Jubos" viele Jahre zur aktiven Fanszene in Dortmund, nun hat sich die 60 Mitglieder umfassende Gruppe aufgelöst.

Die Entscheidung sei bereits im Frühjahr gefallen, die Gründe sind offenbar vielschichtig. Der wohl größte Kritikpunkt ist die Kommerzialisierung des Fußballs und die dahingehende Entwicklung von Borussia Dortmund. Darüber hinaus soll sich nur ein Teil der Gruppe engagiert haben, die übrigen Mitglieder hätten ihre Prioritäten über die Jahre verschoben. Auch versuchte Einschüchterungen seitens der rechtsextremen Szene seien ausschlaggebend gewesen.

Allen voran aber soll die Nacht nach dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen (2:3) im Februar dieses Jahres eine entscheidende Rolle gespielt haben. Nach der Niederlage in Bremen sollen die "Jubos" von Fans des FC Schalke 04 attackiert worden sein. "Sie hatten einfach keinen Bock mehr", wird eine namentlich nicht genannte Quelle zitiert.

In letzter Zeit sollen die "Jubos" die Heimspiele des BVB bereits boykottiert haben, möglich ist ein Stadionbesuch vorerst aber ohnehin nicht mehr. Nach dem jüngsten Beschluss von Bund und Ländern wird der Spielbetrieb im Profi-Sport zwar nicht unterbrochen, Zuschauer sind aber nicht in Stadien und Arenen zugelassen.