In der Bundesliga tummeln sich seit jeher viele Top-Spieler und längst nicht alle haben irgendwann einmal für den FC Bayern gespielt. Das bedeutet aber eben auch, dass ein deutscher Meistertitel schwierig zu gewinnen war. Hier ist eine Topelf bestehend aus Spielern, die nie Deutscher Meister geworden sind.

Berücksichtigt sind nur Spieler, die ihre Karriere nach 2000 beendet haben.


1. René Adler

16 Jahre spielte René Adler in der Bundesliga für Bayer Leverkusen, den Hamburger SV und dann noch bis zum vergangenen Sommer für den FSV Mainz. Vor allem vor der WM 2010 gehörte Adler zu den besten Torhütern Deutschlands, nur eine Verletzung verhinderte, dass er in Südafrika die Nummer eins vor Manuel Neuer war. Einen Titel gewann Adler in seiner Karriere aber nicht, 2011 reichte es nur zur Vizemeisterschaft.


2. Per Mertesacker

Per Mertesacker hatte eine lange und erfolgreiche Karriere, gekrönt mit dem Weltmeistertitel 2014. Doch da spielte er bereits in England beim FC Arsenal, mit dem er die meisten Titel gewann. In acht Jahren Deutschland mit Hannover und Werder Bremen reichte es "nur" zu einem DFB-Pokalsieg mit 2009.


3. Marcelo Bordon

Für den VfB Stuttgart und den FC Schalke 04 stand Marcelo Bordon zwischen 2000 und 2010 in 297 Bundesligaspielen auf dem Rasen. Bei der Stuttgarter Meisterschaft 2007 war Bordon bereits zu Schalke gewechselt, wo er dreimal nur Vizemeister wurde.


4. Arne Friedrich

Für Hertha BSC und den VfL Wolfsburg absolvierte Arne Friedrich 246 Bundesligaspiele, zudem war er von 2004 bis 2010 ein wichtiger Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft. Sein einziger Titel ist allerdings der Gewinn des Ligapokals 2003 mit der Hertha.


5. Bernd Schneider

Bernd Schneider gehört sicherlich zu den besten deutschen Mittelfeldspielern aller Zeiten, doch vergolden konnte er seine starken Leistungen nie. In elf Jahren Bundesliga für Frankfurt und Leverkusen holte Schneider nicht einen Titel, im Gegenteil: Er erlebte die dramatischen "Vizekusen"-Jahre hautnah mit.


6. Marcelinho

In seiner langen Karriere hat Marcelinho für sehr viele Vereine gespielt, insgesamt sechs Jahre lang war er in Deutschland aktiv. Vor allem in seiner Zeit bei Hertha BSC von 2001 bis 2006 verzauberte er die Bundesliga und gehörte klar zu den besten Mittelfeldspielern. Da Hertha aber eben nie zu den besten Klubs gehörte, wurde es nichts mit einer Meisterschaft.


7. Rafael van der Vaart

Rafael van der Vaart brachte 2005 neuen Schwung zum Hamburger SV und führte seinen neuen Klub gleich mal an die Ligaspitze und ins Titelrennen, am Ende wurde der HSV dritter. Auch in seinen beiden folgenden Jahren war der Niederländer einer der herausragenden Spieler der Bundesliga, vom ganz großen Wurf waren die Hamburger aber dann doch ein Stück entfernt. Nach van der Vaarts Rückkehr 2012 sowieso.


8. Ebbe Sand

Ebbe Sand ist eine Legende auf Schalke und noch immer der drittbeste Torschütze der Königsblauen aller Zeiten. Zweimal holte Sand mit den Schalkern den DFB-Pokal, die deutsche Meisterschaft aber nicht. Zumindest nicht länger als ein paar Minuten 2001.


9. Kevin Kuranyi

Mit 111 Toren gehört Kevin Kuranyi zu den zehn besten Torschützen in der Bundesliga seit 2000, doch einen großen Titel gewann er nie. Ähnlich wie Marcelo Bordon ging Kuranyi ein wenig zu früh von Stuttgart zu Schalke und verpasste so die Meisterschaft des VfB 2007.


10. Ulf Kirsten

Mit 182 Toren in 350 Spielen ist Ulf Kirsten natürlich Bayer Leverkusens Rekordtorschütze in der Bundesliga. Doch seine vielen Treffer nützten nichts, viermal wurde er mit der Werkself nur Vizemeister.


11. Stefan Kießling

Der zweitbeste Leverkusener Torschütze in der Bundesliga-Geschichte ist Stefan Kießling, zudem ist er der viertbeste überhaupt seit 2000. Doch Kießling ging was Titel angeht noch wesentlich leerer aus als Kirsten: Einmal Torschützenkönig und einmal Zweitligameister - mehr gelang nicht.