Weiterhin muss sich die Bundesliga gedulden, was einen möglichen Restart-Termin betrifft. Am Mittwoch jedoch wird eine erste Entscheidung aus der Politik fallen. Die DFL steht schon in den Startlöchern, hat zudem weitere Planungsdetails herausgegeben und erklärt.


Während die Fallzahlen der Neuerkrankten am Coronavirus zuletzt regelmäßig rückläufig waren, hofft die DFL mit der Bundesliga auf das Go aus dem politischen Betrieb. An diese Erlaubnis ist der Verband der Deutschen Fußball-Liga gebunden, auf eigene Entscheidung darf der Spielbetrieb im deutschen Profi-Fußball nicht fortgesetzt werden.


Vergangene Woche wurde eine etwaige Entscheidung verschoben, die DFL somit auf den kommenden Mittwoch, den 6. Mai vertröstet. Dann wird es ein erneutes Gespräch zwischen der Bundesregierung und den Ländern geben, in dem weitere Lockerungen und Maßnahmen beschlossen werden können. Seitens der Bundesliga hofft man dementsprechend auf die vorläufige Erlaubnis für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs.


Die DFL vertritt die deutschen Vereine und spricht sich somit für den laufenden Spielbetrieb aus

Sollte ein grober Starttermin feststehen, wird das Mannschaftstraining ebenfalls in den Fokus rücken. Welche Mannschaft wann beginnt, das ist derzeit noch unkoordiniert und nicht übergeordnet geplant. Eine gewisse Solidarität untereinander dazu sei "bisher nicht gegeben", so Bayern-Trainer Hansi Flick im kicker. Die DFL hatte zwar angemahnt, dass es im Sinne der Wettbewerbsgleichheit ein möglichst abgesprochenes und abgestimmtes Vorgehen geben sollte, doch bislang sind die Unterschiede darin größer als die Gemeinsamkeiten.


Eine Voraussetzung für das Training sollen die umfassenden Tests auf das Virus sein. Zweimal pro Woche sollen sie durchgeführt werden, einer davon einen Tag vor dem nächsten Spiel - diese Vorgaben sieht das ausgearbeitete Hygiene- und Schutzkonzept vor. Zudem wird betont, dass Spieler mit "näheren Kontakt zu einer infizierten Person" nun doch isoliert werden könnten. Derartige Entscheidungen würden jedoch den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern obliegen. Zu den Spielen soll zudem privat angereist werden, im besten Falle einzeln per PKW.


Köln mit positiven Tests und einer Stellungnahme zu Verstraete - Negative Ergebnisse bei 14 weiteren Vereinen


Bei den vorgesehenen Tests gibt es zudem eine nähere Definition des Personenkreises, der getestet werden soll. Der kicker berichtet, dass es sich dabei um Spieler wie Ersatzspieler, das Trainerteam und die Betreuer der Vereine handelt, sowie um die Schiedsrichter. Die Proben sollen anonymisiert ins Labor geschickt werden, intern ist ein approbierter Vereins-Arzt für den Ablauf zuständig und verantwortlich. Sind alle Personen negativ getestet, soll gespielt werden. Falls einige der Tests positiv ausfallen, wird das Spiel wohl abgesetzt.


Beim 1. FC Köln gab es zuletzt drei positive Fälle, Mittelfeldspieler Birger Verstraete hatte in einem Interview seine Sorgen zur Wiederaufnahme geäußert. Gestern veröffentlichte der Verein eine Klarstellung, in der der Belgier zurückruderte - dies hinterließ einen sehr faden Beigeschmack bei den Fans. Laut kicker-Bericht waren die vorläufigen Tests bei 14 weiteren Klubs negativ. Zu drei weiteren Bundesligisten gab es bis dato keine Erkenntnisse.


Birger Verstraete hat seine kritischen Aussagen zu den DFL-Plänen korrigiert - Es bleibt ein Beigeschmack

Ein ebenfalls wichtiger Punkt im womöglich wieder laufenden Spielbetrieb ist der private Kontakt der Spieler, Trainer und Betreuer. Dazu müssen noch Punkte mit dem Bundesarbeitsministerium geklärt werden, im Raum steht eine zweifache Testung der im gleichen Haushalt lebenden Personen während des laufenden Spielbetriebs. Eine abschließende Entscheidung ist diesbezüglich allerdings noch nicht gefallen.


Ansonsten vertraut die DFL auf ihre bereits ausgearbeiteten und detaillierten Konzepte, für die u. a. eine spezielle Taskforce gegründet und in Auftrag gegeben wurde. Wird die politische Erlaubnis erteilt, liegt es am Verband, die Wiederaufnahme zu organisieren. Während man sich seit Wochen bereit dafür zeigt, ist jedoch noch unklar, wie genau der Spielbetrieb fortgeführt wird. Die meisten Vereine sprechen sich wohl für einen geregelten Ablauf aus, somit mit dem Fortführen des unterbrochenen 26. Spieltages.