Um etwa 20 Millionen Euro hat Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart sein Budget kürzen müssen, dies verriet Thomas Hitzlsperger am Donnerstag in einem Interview. Hohe Ansprüche solle deshalb niemand an den VfB stellen - es gehe ausschließlich darum, die Klasse zu halten.


Der VfB Stuttgart hat derzeit wahrlich keine einfache Situation zu bewältigen. Nachdem Mario Gomez seine Karriere beendet hatte, verblieb Nicolas Gonzalez als einziger verlässlicher Torjäger im Kader. Der Argentinier will eigentlich aber auch weg, jetzt fehlt er verletzungsbedingt erst einmal mehrere Wochen. Generell ist die Verletztenliste des VfB, vor allem in der Offensive, sehr lang.


Eigentlich bräuchte es noch den ein oder anderen Neuzugang, damit die Stuttgarter nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga bestehen können. Dass dazu aber kein Geld da ist, erklärte Sportdirektor Sven Mislintat schon vor Wochen. Zudem sei es unnötig, den Kader "zu überladen." Stattdessen setze er darauf, dass die verletzten Spieler bald zurückkommen.


Sport-Vorstand Thomas Hitzlsperger wurde im Gespräch mit derWelt aus finanzieller Sicht jetzt konkreter: Einen zweistelligen Millionenbetrag habe man eigentlich in die Mannschaft investieren wollen, doch das sei aufgrund der Corona-Krise schnell zu den Akten gelegt worden.


Hitzlsperger: "Unterm Strich sind es bis jetzt zirka 20 Millionen Euro weniger"


"Das Gehaltsbudget haben wir ebenfalls um zehn Prozent gekürzt, unterm Strich sind es bis jetzt zirka 20 Millionen Euro weniger, die wir für die Lizenzmannschaft ausgeben können", erklärte Hitzlsperger weiter (via Stuttgarter Nachrichten). Deshalb sollten die Ansprüche an die Mannschaft in der kommenden Saison auch nicht allzu hoch gestellt werden: "Wir wollen in der Liga bleiben. Was anderes zählt für uns nicht."


Doch sollte dies gelingen, ist sich der 38-Jährige sicher, dass der VfB auch auf lange Sicht in der Bundesliga bestehen kann: "Wenn wir unseren Job gut machen, uns stabilisieren und konsolidieren, gehören wir in die Erste Liga und werden dort auch bleiben", sagte er. Bevor es soweit ist, steht den Schwaben aber erst einmal eine extrem schwierige erste Saison im Oberhaus bevor.