Am Wochenende ist es wieder soweit: Die Bundesliga ist zurück, wenn auch höchst umstritten. Viele Vereine schauen schon über das Saisonende hinaus und öffnen das Visier um nach potentiellen Verstärkungen zu fahnden. So auch der VfB Stuttgart und Borussia Mönchengladbach. Beide haben den Außenverteidiger Alessio Castro-Montes aus Gent im Blick.


Alessio Castro-Montes - ein Name, der nicht nur spanisches Flair ausstrahlt, da steckt auch Spanien drin. Castro-Montes ist gebürtig aus Sint-Truideen, sein Vater kommt allerdings von der iberischen Halbinsel.


Aktiv ist der 22-Jährige für Gent seit dieser Saison, davor war er im deutschsprachigen Eupen unterwegs. Zwei Treffer und vier Vorlagen gelangen ihm in 24 Ligapartien, in der bereits abgebrochenen Jupiler Pro League. Auch in der Europa League stand er weitere vier Mal auf dem Rasen. Seine Leistungen und sein hoch angelegtes Potential wecken Begehrlichkeiten - auch in der Bundesliga.


VfB Stuttgart


Als hätte man in Cannstatt einen Blick auf die 90min-Seite geworfen. Im Februar wurden dort noch spekulativ Namen gehandelt, welche dem VfB in Liga eins weiterhelfen könnten. Im Schwabenland stellte Trainer Pellegrino Matarrazzo auf eine Dreierkette mit hochstehenden Außenverteidigern um. Der etatmäßige Dauerbrenner auf rechts hinten Pascal Stenzel, wurde in die Innenverteidigung beordert und spielte dort großartig auf. Die Lücke wurde mit Roberto Massimo gefüllt, der sich aber noch nicht restlos von aller Kritik befreien konnte. Die zweite Variante ist Silas Wamangituka, dieser ist aber eigentlich eine Position weiter vorne beheimatet und wäre, für die am Neckar stark angepeilte Bundesliga keine konstante Lösung, da der Kongolese viel zu offensivfreudig ist.


Castro-Montes würde beides in sich vereinen. Er ist defensiv sehr solide, aber mit starkem Drang nach vorne und das ohne die defensiven Pflichten zu vernachlässigen. Mit einem Marktwert von zwei Millionen Euro und einem Vertrag bis 2022, wäre Castro-Montes für unter fünf Millionen zu haben, auch weil Gent nach dem Saisonabbruch zu Verkäufen gezwungen sein dürfte. Er könnte sich im Oberhaus die Rolle rechts hinten mit Roberto Massimo teilen, welcher unter Matarrazzo ziemliche Wertschätzung genießt.


Roberto Massimo arbeitet sich Schritt für Schritt zum Stammspieler vor.

Borussia Mönchengladbach


Eine Etage höher ist die Borussia vom Niederrhein unterwegs, allerdings wartet dort auch harte Konkurrenz für Castro-Montes auf. Stefan Lainer ist Stammspieler bei den Fohlen und dahinter wird der an den HSV ausgeliehene Jordan Beyer zurückkehren. Trotzdem nennt die belgische Zeitung La Derniere Heure auch die Borussia als möglichen neuen Arbeitgeber für den Mann aus Gent.


Jordan Beyer soll 20/21 wieder das Fohlen-Trikot tragen

Auch wenn Max Eberl mehrfach versicherte, dass man Beyer gerne behalten möchte, so baggerte der HSV am 19-jährigen immer weiter. Angesichts der starken Konkurrenz scheint es für Castro-Montes in der momentanen Situation nicht zielführend zu sein nach Nordrhein-Westfalen zu wechseln. Sollte allerdings Lainer oder Beyer - warum auch immer - den Verein verlassen, wäre Castro-Montes ein heißes Eisen und mit Sicherheit schnell wieder im Gespräch.