Der Fußball schreibt verrückte Geschichten. Vielleicht auch diese? Die beiden Brüder Kevin-Prince und Jerome Boateng gaben der Hoffnung um eine gemeinsame Rückkehr zu Hertha BSC neue Nahrung. Der Verein hat jetzt in Person um Manager Michael Preetz reagiert und scheint einer möglichen Zusammenarbeit zumindest nicht gänzlich abgeneigt zu sein.


In einem Instagram-Chat sprachen die beiden Brüder über ein solches Szenario und klangen zumindest ein wenig angetan von dieser Idee. Kevin-Prince, der derzeit noch für Besiktas Istanbul kickt, sagte, es "wäre ein Traum" mit seinem Bruder zusammen seine Karriere beenden zu können - "vielleicht bei unserem Heimatverein im Olympiastadion."


Preetz: "Das freut mich sehr!"


Bruder Jerome ergänzte: "Man weiß nie im Fußball…" - und zwang so letztlich auch die Hertha-Verantwortlichen dazu, sich zum Thema zu äußern. In Person von Manager Michael Preetz bezog der Verein Stellung. Dieser sagte: "Das ist doch schön zu hören, dass die beiden noch so eine enge Verbindung zu Berlin und zu Hertha BSC haben" und ergänzte, dass es ihn sehr freue, "dass es sie irgendwann wieder in die Heimat, zurück in diese tolle Stadt" ziehe.


Laut Bild sei Preetz sogar dazu bereit, sich mit den beiden Veteranen auszutauschen, "wenn es dann soweit ist." Doch eine Verpflichtung der beiden als Spieler der Hertha scheint dennoch nicht gänzlich realistisch zu sein. Der Verein setzt derzeit zum einen auf entwicklungsfähige Spieler aus den eigenen Reihen, und zum anderen auf Verpflichtungen von Spielern a la Lucas Tousart, der kurz davor steht seinen Sprung in die internationale Klasse zu schaffen und dann eventuell für eine akzeptable Summe weiterverkauft werden kann.


Boateng-Brüder müssten Gehaltseinbußen in Kauf nehmen


Auch das Gehalt der Boateng-Brüder stellt ein Problem dar. Aufgrund ihrer bisherigen Karriere-Verläufe sind die beiden in Sphären vorgedrungen, die sich die Hertha schlicht nicht leisten kann. Beide müssten also auf viel Geld verzichten, um den Traum vom Karriere-Ende in Berlin Wirklichkeit werden zu lassen.


Kevin-Prince habe laut eigener Aussage jedoch bereits im Winter versucht zur Hertha zu wechseln. Demnach habe er dem sich zum damaligen Zeitpunkt noch im Amt befindenden Jürgen Klinsmann eine Nachricht geschrieben und sich selbst beim Hauptstadtklub angeboten; eine Antwort habe er allerdings nie bekommen. Dabei hatte er die ein oder andere Vision: "Dann hätte ich im Sommer einfach das Telefon genommen und den Götze angerufen und den Draxler und gesagt: Kommt her, Jungs, lasst uns hier was aufbauen", erklärte der 33-Jährige. Ob ein solches Szenario realistisch gewesen wäre, ist noch einmal eine andere Frage.