Es ist kaum zehn Tage her, dass Andrea Pirlo (41) zum neuen Chef-Trainer von Juventus Turin ernannt wurde. Der Klub reagierte damit auf das erneute vorzeitige Ausscheiden in der Champions League - und schickte Pirlos Vorgänger Maurizio Sarri in die bildlich gesprochene Wüste. Mit Pirlo soll Juventus endlich wieder auch an die Spitze Europas kommen.


Denn nach acht Scudetti in Folge langweilt man sich etwas am Stiefel. Nicht nur in Turin. Wobei Langeweile angesichts der schillernden Stars im Kader der Vecchia Signora eigentlich nicht aufkommen kann. Mit dem strahlendsten von ihnen, Cristiano Ronaldo, soll Pirlo bereits zwei Telefonate geführt haben, um die Meinung des Portugiesen bezüglich der Planungen für die kommende Saison anzuhören. Dabei dürfte es wohl weniger um CR7 selbst gegangen sein, als um Neuverpflichtungen.


Zwar kamen vor einigen Tagen, im Zuge des Champions League-Ausscheidens der Alten Dame im Achtelfinale gegen Olympique Lyon, Gerüchte auf, nach denen Juventus einen Abnehmer für seinen Mega-Star suche. Angeblich soll den Norditalienern das astronomische Gehalt des 35-Jährigen (bummelige 30 Millionen Euro netto jährlich) mittlerweile - und angesichts der mangelnden Erfolge in der Königsklasse - viel zu hoch sein. Doch Pirlo soll dem Crack zugesichert haben, weiter auf ihn zu bauen.


Stürmten neun Jahre gemeinsam für Real Madrid: Karim Benzema und Cristiano Ronaldo

CR7 will Benzema auch bei Juventus an seiner Seite


Interessanterweise soll Cristiano Ronaldo dabei einen Namen ins Spiel gebracht haben, den er sich für die kommenden Jahre an seiner Seite wünscht: Karim Benzema. So berichtet es zumindest Alberto Cerutti von der Gazzetta dello Sport gegenüber dem spanischen Radiosender SER (via as.com). Demnach soll sich Cristiano Ronaldo ausdrücklich für seinen langjährigen Weggefährten bei Real Madrid ausgesprochen haben. Beide Spieler kamen im Sommer 2009 zu den Königlichen und gewannen gemeinsam in den folgenden neun Jahren so ziemlich alle Titel, die man im Vereinsfußball gewinnen kann, ehe der Portugiese im Sommer 2018 das Abenteuer Serie A anging.


Dass Juventus einen wuchtigen, klassischen Mittelstürmer-Typ sucht, ist kein Geheimnis. Zuvor hatten sie auch bei der SSC Neapel wegen deren polnischen Angreifers Arkadiusz Milik angefragt. Doch die Süditaliener verlangen in den Augen der Bianconeri zuviel Geld (40 Millionen Euro) für den 26-Jährigen. Da könnte ein Benzema durchaus etwas günstiger werden. Zumal er mit bald 33 (Geburtstag im Dezember) um einiges älter als Milik ist. Benzemas Vertrag bei Real läuft noch bis 2022. Der Sommer 2021 wäre somit schon der letzte Termin, um den Franzosen zu verkaufen. Doch ob sein früherer Sturm-Partner bei Real solange warten möchte?


Was will Benzema?


Viel wird in dieser Sache von Benzema selbst abhängen. Bislang hat der Franzose noch nie Andeutungen gemacht, Real verlassen zu wollen. Doch sollte dies geschehen, einfach weil auch der Franzose noch mal eine andere Liga als die französische und spanische kennenlernen will, müssten sich die Verantwortlichen in Madrid mit Angeboten für den Franzosen befassen. Schon aus Dankbarkeit für alles, was Benzema für Real geleistet hat, würden die Königlichen ihm wohl auch keine allzu großen Steine in den Weg legen. In Anbetracht der gesamten Gemengelage könnte ein Deal um die 30 Millionen Euro durchaus im Bereich des Möglichen liegen. Zur Zeit wird Benzemas Marktwert beim Portal transfermarkt.de auf 32 Millionen Euro taxiert.