Der Streit zwischen Adam Szalai und Mainz 05 geht in die nächste Runde. Der Berater des vom Training freigestellten Angreifers bezichtigt den Klub der Lüge.


Zwischen Mainz 05 und Torjäger Adam Szalai droht eine Schlammschlacht zu entstehen. Die Nullfünfer haben dem 32-jährigen Torjäger schriftlich mitgeteilt, dass er vom Trainingsbetrieb freigestellt ist. Als Grund gab der Klub die mangelnde sportliche Perspektive des Ungars an.


"Aus unserer Sicht ist es unwahrscheinlich, dass er die von ihm erhofften Einsatzzeiten in dieser Saison bei Mainz 05 erhält", teilte Mainz mit. Szalais Vertrag ist noch bis Ende der aktuellen Saison gültig.


Doch längst wird darüber spekuliert, dass die Ausbootung des Routiniers keine rein sportlichen Gründe hat. Im Pokal gegen Regionalligist Havelse wurde Szalai noch eingewechselt und brachte den FSV mit 2:1 in Führung. Vielmehr soll Szalai dagegen protestiert haben, dass der Klub die im März beschlossene Gehaltsstundung nicht zurückzahlen will.


Berater über die Szalai-Ausbootung: "Kann nicht akzeptiert werden"


"Das Vorgehen von Mainz 05 macht fassungslos und kann nicht akzeptiert werden. Weder auf noch neben dem Platz hat sich Adam etwas zu schulden kommen lassen", versichert Szalais Berater Oliver Fischer gegenüber der Bild.


In Bezug auf die sportlichen Gründe und dem Einsatz des 32-Jährigen im DFB-Pokal legt Fischer nach: "Dass es dann kurze Zeit später sportlich nicht mehr reichen soll und gar der Ausschluss vom Mannschaftstraining erfolgen soll, kann nicht ernst gemeint sein. Es ist für jedermann offensichtlich, dass die ausgesprochene Freistellung keine reinen sportlichen Gründe haben kann."


Mainz hatte offenbar gegenüber der Mannschaft erklärt, dass man die Gehaltsstundung von 15 Prozent im März nicht zurückzahlen könne. Szalai - als Mitglied des Mannschaftsrats - soll sich dagegen gewehrt haben. Sein Berater wittert darin den Grund für die Maßnahmen des Klubs.


"Wichtig ist es Adam klarzustellen, dass er bezüglich coronabedingter Gehaltsstundung jederzeit vorangegangen ist. Er hat die Wünsche des Vereins nicht nur mitgetragen, sondern andere Spieler, die sehr skeptisch waren, sogar überzeugt, den Weg mitzugehen", so Fischer. Mainz 05 dagegen hält an der "sportlichen Begründung" fest.


Das letzte Wort in der Causa Szalai dürfte noch längst nicht gesprochen sein!