Beim FC Barcelona hat das große Nachwuchstalent Riqui Puig momentan keine Perspektive und soll verliehen werden. Von den Anlagen her könnte der 21-Jährige Thiago beim FC Bayern beerben.


Riqui Puig gilt eigentlich als eines der vielversprechendsten aktuellen Talente des FC Barcelona. In der vergangenen Saison war er in einer schwächelnden Barca-Mannschaft bei seinen elf Einsätzen in La Liga noch einer der Lichtblicke, ein Hoffnungsschimmer für die Zukunft. Doch mit Ankunft des neuen Trainers Ronald Koeman hat sich das alles geändert: Der Niederländer hat in seinem System keinen Platz für Puig und legte ihm einen (Leih-)Wechsel nahe.


"Ich habe ihm empfohlen, auf Leihbasis zu wechseln, denn ein junger Spieler wie er muss spielen", erklärte Koeman. Interessenten an dem jungen Spanier dürfte es einige geben. Die Frage für Puig ist also: Welcher Klub wäre die beste Lösung? Eine Möglichkeit vielleicht: Der FC Bayern München.


Auf den ersten Blick ist der Reflex natürlich: Bayern hat Barca 8:2 geschlagen, wieso sollte ein 21-Jähriger mit wenig Profi-Erfahrung dort mehr spielen als bei den Katalanen? Das hat mehrere Gründe. Zum einen: Koeman hat nicht gesagt, dass Puig für ihn nicht gut genug sei, vielmehr verwies er auf sein System, in dem das Talent keinen Platz finden würde.


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Die Bayern haben zudem in diesem Sommer schon nach einem anderen Spieler von Puigs Kaliber ihre Fühler ausgestreckt und wollten Teamkollege Pedri von Barca holen. Nachdem Thiago nun zum FC Liverpool gewechselt ist, benötigen die Bayern im zentralen Mittelfeld noch Verstärkung - und ein klassischer La-Masia-Schüler, wie auch Thiago einer war, wäre doch keine schlechte Sache.


Sicher, Thiago kam bereits als gestandener Profi zu den Bayern, Puig hat bislang kaum Erfahrung in der ersten Mannschaft und längst nicht dessen Klasse. Doch von seinen Anlagen her steht der U21-Nationalspieler ihm in nichts nach: Auch Puiq ist ein großartiger Techniker, der schon mit seinem ersten Kontakt Gegenspieler aussteigen lassen und das Spiel eröffnen kann. Das gehört auch zu den Spezialitäten Thiagos.


Prototyp eines Mittelfeldspielers aus der Barca-Schule


Zudem hat der kleine Dribbler auch seine Stärken in der Übersicht und im Passspiel, er ist quasi der Prototyp eines zentralen Mittelfeldspielers aus der Barca-Schule. Trotz seiner Größe von nur 1,69m weiß Puig auch seinen Körper zu behaupten und wirft sich in die Zweikämpfe, wie auch Thiago, der stets verbissen gegen den Ball arbeitet und weit mehr ist als nur ein feiner Techniker.


In den aktuell schwierigen Corona-Zeiten wäre der junge Katalane sicher eine preisgünstige Option, vielleicht ließe sich zur Leihe sogar eine Kaufoption verhandeln. Gegen einen Wechsel spricht allerdings, dass Puig bei den Bayern nach dem bevorstehenden Martínez-Abgang keinen Landsmann mehr hat und auch keinen spanisch sprechenden Trainer. Zudem wird er natürlich bei weitem kein Stammspieler sein. Die Anlagen, um Thiago langfristig bei den Bayern zu beerben, hätte Puig trotzdem. Und auf dem Zettel des FCB steht er garantiert auch.