Sportlich ist die Bundesliga nicht von den erwarteten Kontaktbeschränkungen von Bund und Ländern betroffen, Zuschauer dürfen vorerst aber nicht mehr in die Stadien eingelassen werden. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) findet diese Entscheidung "bedauerlich".


Lange hatten der Liga-Verband und die 36 Profi-Clubs für eine schrittweise Rückkehr der Fans in die Stadien gekämpft. Zwischenzeitlich gewährte die Politik auch grünes Licht. In einer Testphase durften Stadien mit einem Fassungsvermögen von mehr als 1000 Zuschauern zu einem Anteil von 20 Prozent ausgelastet werden, sofern die Sieben-Tage-Inzidenz der zuständigen Stadt nicht den Höchstwert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschreitet.

Aufgrund der drastisch ansteigenden Infektionszahlen wurden die Zuschauer nach Anweisungen der Gesundheitsämter aber immer weniger, mit Inkrafttreten der neuen Maßnahmen von Bund und Ländern sollen vorerst sogar wieder gar keine Zuschauer in die Stadien eingelassen werden, wie zunächst die Deutsche Presse-Agentur am Mittwochnachmittag meldete. In einer offiziellen Stellungnahme hat die DFL ihr Bedauern über diese Entscheidung zum Ausdruck gebracht.


"Zweifelsohne erfordert die sich zuspitzende Pandemie-Lage zusätzliche Anstrengungen in allen Lebensbereichen", ließ der Liga-Verband verlauten. "Die Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga haben in den vergangenen Wochen mit großem Aufwand Hygiene-Konzepte zum effektiven Schutz von Stadion-Zuschauern entworfen und diese mit den zuständigen Behörden vor Ort abgestimmt. Fans und Clubs haben darauf aufbauend, wo immer möglich, Hygiene- und Abstandsregeln nahezu ausnahmslos diszipliniert umgesetzt und sind damit ihrer Verantwortung gerecht geworden. Es ist daher bedauerlich, wenn dies vorübergehend nicht mehr möglich ist." Die DFL hoffe, "dass die beschlossenen Maßnahmen im Sinne der gesamten Gesellschaft schnell und nachhaltig Wirkung zeigen".

Im Frühjahr wurde der Spielbetrieb der Bundesliga noch unterbrochen, diesmal darf er trotz der neuen Beschränkungen fortgeführt werden. Der Amateurbereich kommt hingegen zum Erliegen.