Am Sonntagabend trat der Tabellenführer beim 1. FC Union Berlin an. Mit der Möglichkeit, den Vier-Punkte-Vorsprung auf die Verfolger wiederherzustellen, war der FC Bayern hochmotiviert in die Hauptstadt gereist. Am Ende reichten zwei Standardsituationen für einen Auswärtssieg.


Aufgrund eines Todesfalls in der Familie stand Union-Trainer Urs Fischer nicht an der Seitenlinie - er wurde von seinem Assistenten Markus Hoffmann vertreten. "Wir haben jeden Abend mit dem kompletten Trainer-Staff eine Videositzung gemacht. Während des Spiels wird es aber keinen Kontakt zu Urs Fischer geben. Dafür ist keine Zeit", sagte Hoffmann gegenüber sky zu der Situation.


In den ersten 15 Minuten zeigte der FC Bayern naturgemäß den besseren Ballvortrag, doch Union hielt mit viel Laufbereitschaft und besserer Zweikampfquote gut dagegen. Die Mannschaften neutralisierten sich größtenteils zwischen den Strafräumen.


In der 16. Minute konnte Thomas Müller nach einer Bayern-Ecke den Ball zur Führung einschieben, doch beim Pass von Serge Gnabry stand der Münchener knapp im Abseits. Nach Überprüfung durch den VAR wurde das Tor zurecht aberkannt.


Stand beim vermeintlichen 1:0 wenige Millimeter im Abseits - Thomas Müller


Fünf Minuten später musste Gikiewicz eine Hereingabe von Davies in höchster Not vor Lewandowski retten - der Pole meisterte diese Aufgabe relativ souverän. In der Folge mühten sich die Bayern erfolglos gegen stabil verteidigende Unioner, auch wenn vor allem über die linke Münchener Angriffsseite einige Lücken in der Berliner Abwehr genutzt wurden.


Der eher müde Kick drohte sich torlos in die Halbzeitpause zu quälen, doch in der 38. Minute hatte Neven Subotic im eigenen Strafraum den plötzlich auftauchenden Leon Goretzka übersehen und traf diesen unabsichtlich. Schiedsrichter Bastian Dankert blieb keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Robert Lewandowski verlud Gikiewicz und traf zum 1:0 für die Bayern - sein 26. Saisontreffer. Der typische Anlauf des Torjägers beim Strafstoß gefällt allerdings nicht jedem Fan:


Doch den Bayern sind diese Bekundungen dann doch eher egal:


Union wackelte bis zur Pause ein wenig und den Bayern war das durch die Führung gestiegene Selbstvertrauen anzumerken. Aufgrund einiger Unterbrechungen gab es satte vier Minuten Nachspielzeit, doch bis auf einen Schuss ans Außennetz durch Benjamin Pavard passierte nichts mehr.


Die zweite Halbzeit war geprägt von bayrischem Dauerballbesitz und gut vertedigenden Berlinern, doch der Rekordmeister konnte lange Zeit nicht für eine höhere Führung sorgen. Es dauerte bis zur 80. Minute, ehe eine von Kimmich getretene Ecke den Kopf von Pavard fand - das 2:0 für die Bayern war die Entscheidung.


Besorgte die Entscheidung per Kopf - Benjamin Pavard

Es war das dritte Saisontor für Pavard, letztmalig traf er am neunten Spieltag - gegen Union Berlin. Auch wenn sich Union noch einmal bemühte, die eigene Offensive ins Spiel zu bringen, war der letztlich nie gefährdete Auswärtssieg für die Bayern nach 93 Minuten perfekt.