Am Deadline-Day stand ein Transfer von Milot Rashica zu Bayer Leverkusen bevor, allerdings konnten sich die Rheinländer vor dem Ablauf der Transferperiode nicht mehr mit Werder Bremen über die Modalitäten einigen. Im Interview mit dem kicker kündigte Rudi Völler einen erneuten Versuch im Januar an.


Er wäre gerne gewechselt - und der SV Werder hätte gerne einen zweistelligen Millionenbetrag für ihn eingenommen. Doch ein Abnehmer für Milot Rashica wurde in der abgelaufenen Transferperiode nicht gefunden. Weder mit RB Leipzig noch mit Aston Villa konnten sich die Bremer einigen, auch Bayer Leverkusen blieb in den Gesprächen glücklos. Wie Frank Baumann und Rudi Völler nach dem Ablauf der Transfer-Deadline am fünften Oktober bestätigten, hätten beide Vereine gerne eine Übereinkunft getroffen - bloß lief ihnen die Zeit erst davon und dann ab.

"Wir wollten ihn ausleihen, Werder wollte ihn lange Zeit verkaufen", erläutert Völler die Komplikationen des Rashica-Deals gegenüber dem kicker, "erst am letzten Tag zeichnete sich eine Option ab. Die Umsetzung wurde schwierig, wir haben letztlich keine Einigung gefunden. Dann klappt es eben nicht."


Hegt keinen Groll: Bayer-Geschäftsführer Rudi Völler geht professionell mit dem gescheiterten Rashica-Transfer um

Völler spricht von einem "ganz normalen Vorgang" ohne Schuldigen, "auch wenn es am Ende drei enttäuschte Parteien gab." Denn nun fehlt Leverkusen bis zur Winter-Transferperiode eine angesichts der Dreifachbelastung dringend benötigte Offensiv-Alternative, Werder musste auf viel Geld verzichten und die Finanzlöcher mit dem Verkauf von Davy Klaassen stopfen. Rashica wiederum, dessen Wechselwunsch seit vielen Monaten bekannt war, steckt weiter in Bremen fest, statt für eine Europapokalmannschaft zu spielen und wird nun wieder in die Mannschaft integriert, um neue Interessenten anzulocken.


Völler kündigt erneuten Versuch an


Der Abgang des kosovarischen Nationalspielers ist lediglich aufgeschoben, genau wie die Bemühungen der Leverkusener. "In zweieinhalb Monaten können die Vereine nachlegen, wenn das nächste Transferfenster öffnet", weiß Völler. Der Geschäftsführer kündigt einen erneuten Versuch an, nach der vergangenen Verhandlungsrunde kann er aber keine Garantie aussprechen, dass es beim nächsten Mal klappen wird: "Er ist nicht abgeschrieben, aber es gibt keinen Automatismus, dass er im Januar kommt."