Der mit etwas Fortüne erreichte Klassenerhalt von Werder Bremen war für Trainer Florian Kohfeldt "ein riesiger Kraftakt". Sportchef Frank Baumann ist weiterhin von ihm überzeugt und würde ihn gerne halten - der Trainer gab jedoch (noch) keine klare Antwort.


Mit zwei Unentschieden in der Relegation, dementsprechend dank der weiterhin umstrittenen Auswärtstor-Regel, konnte Werder Bremen am Montagabend die Klasse halten. Gegen den 1. FC Heidenheim konnte sich das Team von Trainer Florian Kohfeldt am Ende durchsetzen, sodass der Verein von der Weser in der Bundesliga wieder angreifen kann.


Erleichterung und Freude: Bremen hat den Klassenerhalt erreicht

Übergeordnet stellt sich die Frage, ob das mit oder ohne Trainer Florian Kohfeldt passieren wird. Über die letzten Wochen und im Saison-Endspurt hatte Bremen große Einigkeit demonstriert, immer wieder das Vertrauen betont und den Coach arbeiten lassen - das neu formulierte Ziel wurde erreicht.


"Absolut von ihm überzeugt": Baumann möchte an Kohfeldt festhalten


Sport-Geschäftsführer Frank Baumann erklärte gegenüber der Bild, dass er gerne mit Kohfeldt weiterarbeiten würde: "Deshalb gibt es da für mich keine Frage. Ich bin weiter absolut von ihm überzeugt." Ganz so einfach ist das jedoch nicht. Der Aufsichtsrat mitsamt dem Vorsitzenden Marco Bode hatte sich, wie der Trainer auch selbst, regelmäßig zwar in gemeinsamer Marschrichtung präsentiert, über eine gemeinsame Zukunft jedoch eher bedeckt gehalten.


Nun soll zunächst die Saison-Analyse anstehen, selbstverständlich mit Kohfeldt: "Wir werden nichts am Zeitplan ändern, uns die nächsten Tage zusammensetzen und besprechen, was das Beste für Werder ist. So, wie wir es die ganze Saison getan haben."


Es kann kein 'Weiter so' geben und es wird kein 'Weiter so' geben. Florian Kohfeldt

Im Spiel noch angespannt: Macht Kohfeldt in Bremen weiter?

"Uns in dieser Katastrophen-Saison in der Liga zu halten, war ein riesiger Kraftakt", erklärte der Trainer nach dem Spiel. Ob er weiterhin der beste Mann für den Job sei, so wie er seine Gedankengänge zu diesem Thema schon häufig erklärte, könne er noch nicht richtig beantworten: "Es kann kein 'Weiter so' geben und es wird kein 'Weiter so' geben."


Baumann hingegen zeigte sich weiter optimistisch, trotz der bisherigen Unentschlossenheit seitens Kohfeldts und trotz eines angeblichen Interesses von der TSG Hoffenheim. "Er hat definitiv genug Power", so der Sportchef. Fraglich nur, ob er diese für einen Wiederaufbau an der Weser gebrauchen möchte. "Dass er auch schwierige Situationen meistern kann", so Baumann weiter, habe er immerhin unter Beweis gestellt.