Das 5:1 zum diesjährigen Champions-League-Auftakt des FC Barcelona gegen Ferencvaros Budapest war gerade abgehakt, da warteten die Blaugrana mit der Verkündung von vier Vertragsverlängerungen auf.


Marc-André ter Stegen (bis 2025), Clément Lenglet und Frenkie de Jong (bis 2026) binden sich somit weiterhin an die Geschicke des Klubs, der ja mehr als nur ein solcher ist. Und auch ein gewisser Gerard Piqué (bis 2024). Der Routinier hatte noch im August, nach dem verheerenden 2:8 gegen die Bayern seine eigene Rolle im Klub zur Disposition gestellt - und mehr oder weniger unverhohlen seinen Rücktritt angeboten.


Verlängerung statt vorzeitigem Abschied: Gérard Piqué bleibt den Katalanen bis 2024 erhalten

Doch nur mit jungen Talenten wird es nicht gehen. Das haben auch die Verantwortlichen in Can Barça erkannt - und ihrem langjährigen Abwehrchef mit einem neuen Arbeitspapier ausgestattet. Und während der mittlerweile 33-Jährige so etwas wie die traditionelle Komponente im geplanten Umbruch der Mannschaft symbolisiert, macht die Zukunft der Azulgrana schon von sich reden.


Ein Ansu Fati, 17 Jahre alt, gehört auf jeden Fall dazu. Und ein gleichaltriger Bursche von den Kanarischen Inseln. Pedro González López, von allen nur Pedri gerufen. Der hatte am Dienstagabend gegen den ungarischen Meister seinen ersten Auftritt auf der ganz großen Bühne. Und wusste voll zu überzeugen. Tor inklusive. Schon in den Liga-Spielen zuvor hatte der Teenager sein großes Potential angedeutet. Allein die Ergebnisse (1:1 zuhause gegen den FC Sevilla, 0:1 beim FC Getafe) spielten zuletzt nicht so richtig mit.


Barcelonas (und Spaniens) große Sturm-Hoffnung: Ansu Fati

Doch, dass die Verantwortlichen mit der Verpflichtung Pedris (kam im Sommer für übersichtliche fünf Millionen Euro) wohl alles richtig gemacht haben, bezweifeln in der Mittelmeer-Metropole nicht einmal die notorisch skeptischen Medien. Als neuer Iniesta wird der auf Teneriffa geborene Pedri bereits angesehen.


Wird er der "neue Figo"? Francisco Trincão

Zugegeben: große Fußabdrücke, in die sich Pedri da reinspielen soll. Doch das Vertrauen, dass ihm dies gelingen kann, haben die Macher im Klub. Fati, Pedri, de Jong (mit 23 auch noch kein wirklich alter Hase), der Portugiese Francisco Trincão (20) - sie alle stehen für die Ära Post-Messi. Denn ob der Superstar über den kommenden Sommer hinaus bei den Katalanen spielen wird, bleibt weiterhin mehr als ungewiss. Manchester City soll für den Winter eine neue Offensive vorbereiten.