Jährlich vergibt die französische France Football den Ballon d'Or, die Trophäe für den besten Fußballer des Kalenderjahres. Von Sportjournalisten rund um den Globus gewählt, erhalten nur die Größten diese Auszeichnung. Nachdem 90min die Reise im Jahr 2000 begann und die Rahmenbedingungen erläuterte, folgt nun das Jahr 2003.


2003 gewann der AC Mailand die Champions League im Finale gegen Juventus Turin. In den Top 5 des Ballon d'Or befinden sich auch zwei Spieler des Titelträgers, doch gewonnen hat ein Profi der im Finale unterlegenen Turiner - der das Endspiel gar nicht bestreiten konnte. Während mit Michael Ballack der beste Deutsche auf dem mit einem gewissen Zlatan Ibrahimovic geteilten 20. Platz landete, wurde ein Franzose mehr oder weniger um die Auszeichnung betrogen.


5. Zinédine Zidane - Real Madrid

Mit Real Madrid scheiterte Zinédine Zidane 2003 im Halbfinale der Champions League an seinem Ex-Verein Juventus Turin. Dennoch bekam der Franzose 64 Punkte und landete damit auf Platz fünf.


4. Andriy Shevchenko - AC Mailand

Andriy Shevchenko konnte mit dem Titel in der Königsklasse für sich werben, jedoch landete er als zweitbester Stürmer der Wahl nur auf dem vierten Rang - 67 Punkte bekam der Ukrainier.


3. Paolo Maldini - AC Mailand

Paolo Maldini war bei der Preisverleihung bereits 35 Jahre alt. Mit dem AC Mailand holte er erneut die Champions League, doch wurde er nie mit der begehrten Trophäe gesegnet. Starke 123 Punkte reichten immerhin für den Platz auf dem Podium.


2. Thierry Henry - FC Arsenal

Thierry Henry landete mit 128 Punkten auf dem zweiten Rang. Dass die Entscheidung um den Platz an der Sonne 2003 nicht einmal wirklich knapp ausfiel, ist bis heute umstritten. Der Franzose konnte 42 Tore und 26 Vorlagen in dem Kalenderjahr für sich verbuchen - ein Wert, der in der Ära vor Lionel Messi und Cristiano Ronaldo erstaunlich war. Doch den goldenen Ball bekam ein anderer.


1. Pavel Nedved - Juventus Turin

Pavel Nedved war unbestritten ein herausragender Spieler. Doch 2003 waren die Zahlen des damals 31-Jährigen alles andere als beeindruckend - im Gegensatz zu denen Henrys. Das Finale der Königsklasse gegen den AC Mailand verpasste er gesperrt und konnte somit nur den Titel in der Serie A mit Juventus Turin vorzeigen. Wenn man ihm die Auszeichnung als Ehrung für die gesamte Laufbahn überreichen wollte, dann hätte dies vorrangig Maldini gelten sollen. Bis heute wird viel diskutiert, wie Nedved auf seine 190 Zähler kam.